Van der Bellen könnte Uni-Beauftragter bleiben

Bei seiner Ankündigung im Sommer und damit eineinhalb Jahre nach der Wien-Wahl, nun doch für die Grünen in den Gemeinderat zu wechseln, hatte Van der Bellen angekündigt, den für ihn geschaffenen Posten des städtischen Uni-Beauftragten wegen Unvereinbarkeit an den Nagel zu hängen. Inzwischen liegt die Sache deutlich anders.


Seinen Meinungsumschwung erklärte Van der Bellen wie folgt: “Ich habe damals den zeitlichen Ablauf völlig außer Acht gelassen. Wenn ich schon Gemeinderat wäre, würde ich es für problematisch halten, mit einem Amt wie diesem betraut zu werden. Im umgekehrten Fall sehe ich persönlich keine Unvereinbarkeit. Wenn es eine gibt, dann müsste sie mir erst erläutert werden.”

Ursprünglich wollte der 68-Jährige das Amt des Uni-Beauftragten jedenfalls übergeben, die Nachfolgersuche dürfte allerdings nicht allzu erfolgreich laufen. “Mir sind schon ein paar Personen eingefallen, aber aus unterschiedlichen Gründen ist das nicht zustande gekommen”, gestand Van der Bellen, freilich ohne Namen zu nennen. Eine Job Description hat er für Interessierte, die doch in seine Fußstapfen treten wollen, bereit: “Man braucht jemanden, der sich für Grundlagen- und angewandte Forschung interessiert, bereit ist, entsprechende Energie dafür aufzuwenden und der – nach dem derzeitigen Modell – diese Aufgabe ehrenamtlich macht.

Unterdessen sieht Van der Bellen die von Rot-Grün angekündigte Volksbefragung zur Parkraumbewirtschaftung weiter kritisch. “Wenn sich etwa bei einer Beteiligung von 30 Prozent davon 70 Prozent für die Variante A entscheiden, mache ich die politische Entscheidung von insgesamt ungefähr 20 Prozent der Bevölkerung abhängig”, erklärte er seine Skepsis gegenüber dem für das Frühjahr angekündigte Bürgervotum.

Der Neo-Kommunalpolitiker wird am morgigen Freitag im Gemeinderat angelobt.

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