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Ute Bock verstorben: Bestürzte Reaktionen aus Politik und Zivilgesellschaft

Ute Bock verstarb am Freitag in Wien.
Ute Bock verstarb am Freitag in Wien. ©APA/ROBERT JAEGER
Politik und Zivilgesellschaft haben mit Bestürzung auf den Tod von Flüchtlingshelferin Ute Bock reagiert. Verschiedenste Organisationen und Personen, von Bundespräsident Van der Bellen abwärts, haben Bock gewürdigt.
Flüchtlingshelferin Bock verstorben

“Eine große Frau ist von uns gegangen”, betonte Van der Bellen in einer Aussendung. Mit Ute Bock, Trägerin des goldenen Verdienstzeichens der Republik, verliere Österreich einen außergewöhnlichen Menschen. “Sie setzte sich Zeit ihres Lebens und bedingungslos für Flüchtlinge, für Menschen in Not ein”, meinte er: “Ute Bock hat uns gezeigt, was Menschsein bedeuten kann. In ihren Projekten wird ihr Engagement weiterbestehen.”

SPÖ-Chef Christian Kern bezeichnete sie als “moralische Instanz, deren Lebenswerk und unbedingtes Engagement beispielgebend ist. Mit Ute Bock verlieren wir eine ebenso starke wie mutige Frau, für die selbstlose Hilfe für die Schwächsten in der Gesellschaft immer eine Selbstverständlichkeit war”.

Tiefe Betroffenheit in der Politik über Bocks Tod

Tief betroffen zeigte sich NEOS-Vorsitzender Matthias Strolz: “Mit Ute Bock geht eine starke Frau, die in beeindruckender Art und mit unerschütterlicher Überzeugung für Menschlichkeit und Mitgefühl gestanden ist”, sagte er, und: “Unsere Republik verabschiedet sich von einer moralischen Instanz.” Für die Liste Pilz trauerte Menschenrechtssprecherin Alma Zadic um Bock: “Ihre Stimme wird fehlen.”

Auch der grüne Bundesvorstand bedauerte das Ableben. “Sie war eine kraftvolle, beharrliche und herzliche Kämpferin und langjährige Verbündete in Sachen Menschenrechte, gerade für Menschen, die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind”, betonen Bundessprecher Werner Kogler und Bundesvorstandsmitglied Alev Korun.

Kurz richtete “Tiefe Anteilnahme” über Bocks Tod aus

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Freitag auf das Ableben von Flüchtlingshelferin Ute Bock reagiert. Im Kurznachrichtendienst Twitter würdigte er sie als “eine der bekanntesten & engagiertesten Flüchtlingshelferinnen. Ihr langjähriger Einsatz & ihre Zivilcourage haben unser Land geprägt & verdienen unseren Respekt. Ich drücke den Angehörigen & Freunden meine tiefe Anteilnahme aus”. Seitens des Parlaments brachte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) seine Betroffenheit zum Ausdruck. “Ute Bock war, ist und bleibt ein leuchtendes Beispiel für Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft. In tiefer Anerkennung für ihre menschlichen Leistungen hoffe ich, dass ihre Haltung vielen von uns als Vorbild dient”, teilte er via Social Media mit.

UNHC Würdigte Ute Bock

Die frühere Innenministerin und nunmehrige niederösterreichische Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner meldete sich zu Wort. “Ute Bocks menschlicher und persönlicher Einsatz sind unbestritten”, meinte sie: “Ihr Engagement und ihre Hilfsbereitschaft werden unvergessen bleiben.”

Würdigende Worte kamen vom Flüchtlingshochkommissariat UNHCR und der Caritas. “Ute Bock war für mich eine beeindruckende Frau und ein mutiger Mensch”, reagierte Caritas-Präsident Michael Landau: “Es liegt an jeder und jedem Einzelnen von uns, diesem Vorbild zu folgen und uns für Menschen am Rande der Gesellschaft einzusetzen. Ute Bock wird fehlen. Sie fehlt schon jetzt.”

Auch zu einer Gedenkveranstaltung wurde bereits aufgerufen: Am 2. Februar soll um 17 Uhr am Heldenplatz in Wien ein “Lichtermeer für Ute Bock” stattfinden, hieß es auf einer via Social Media verbreiteten Einladung des Vereins “Flüchtlingsprojekt Ute Bock” und von “Bock auf Kultur”.

Stadt Wien bietet Familie Ehrengrab an

Auch die Wiener Politik hat am Freitag mit Trauer und Bestürzung auf das Ableben von Ute Bock reagiert. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) würdigte die Flüchtlingshelferin als “überzeugte Humanistin, die ihren Kontrahenten in Zeiten von Hass und Missgunst mit Warmherzigkeit und Nächstenliebe getrotzt hat”. Die Stadt Wien wird der Familie ein Ehrengrab anbieten. Darüber informierte das Büro des zuständigen Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) die APA. Ob das Angebot angenommen wird, obliege freilich allein den Hinterbliebenen. Der Ressortchef nannte Bock einen “Mensch der Kultur. Der Kultur des Miteinanders”: “Tagtäglich lebte sie uns vor, was Kultiviertheit tatsächlich ausmacht: Mitgefühl, Fürsorge und Gerechtigkeitssinn. Sie hatte ein großes Herz und kümmerte sich um alle Menschen unabhängig von Herkunft und Hautfarbe.”

Vassilako trauert um “eine Ikone der Zivilcourage”

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) trauerte um “eine Ikone der Zivilcourage”. Sie habe sich immer mit ihrer ganzen Kraft für die Schwächsten der Gesellschaft eingesetzt: “Gerade in einer Zeit, in der Menschlichkeit und Solidarität immer wieder infrage gestellt werden, wird ihre Stimme besonders fehlen. Es ist jetzt an uns, ihr Lebenswerk weiterzuführen und für eine menschliche, gerechte Gesellschaft zu kämpfen, die für die Schwächsten der Gesellschaft eintritt.”

Aus der Wiener Stadtratsriege kondolierten außerdem Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky sowie Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (beide SPÖ). Auch Flüchtlingskoordinator Peter Hacker trauerte um eine “langjährige Weggefährtin”.

Bestürzte Reaktionen auch aus der Wiener ÖVP

Auch ÖVP-Klubobmann Manfred Juraczka würdige Bock als “Verkörperung der kompromisslosen Hilfsbereitschaft”: Ute Bock hat praktisch ihr Leben lang ihre ganze persönliche Ressource selbstlos in den Dienst von hilfsbedürftigen Menschen gestellt und sich dabei nie geschont. Ihr Einsatz für Andere ist unbestritten und verdient Respekt und Anerkennung.”

Die Wiener NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zeigte sich ebenso “tief bestürzt”. Bock habe so viel vorangetrieben und sich mit einer wahnsinnigen Hartnäckigkeit und Selbstlosigkeit für die Schwächsten in der Gesellschaft eingesetzt: “Trotz vielen Gegenwinds ist sie unbeirrt ihren Weg gegangen und hat damit einen wesentlichen Beitrag für unser gesellschaftliches Zusammenleben geleistet.”

Seitens der Wiener FPÖ gab es vorerst keine Reaktion auf das Ableben der Flüchtlingshelferin.

APA/Red.

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