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USA: Israel für Angriff in Damaskus verantwortlich

Iran will Vergeltung üben für den israelischen Schlag
Iran will Vergeltung üben für den israelischen Schlag ©APA/AFP
Israel ist nach Einschätzung der US-Regierung für den Angriff auf das iranische Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus verantwortlich. Das machte die stellvertretende Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Washington deutlich. Singh war danach gefragt worden, ob die USA an dem Luftangriff am Montag beteiligt gewesen seien, woraufhin sie auf Israel verwies.

"Die USA haben keinen Angriff in Damaskus durchgeführt. Ich möchte Sie auf die Israelis verweisen, um mit ihnen über ihren Angriff zu sprechen", sagte Singh. Die Nachfrage, ob es die offizielle Einschätzung der US-Regierung sei, dass Israel für den Schlag verantwortlich sei, bejahte die Sprecherin: "Das ist unsere Einschätzung."

Bei den Luftangriffen auf das Botschaftsgelände waren am Montag mindestens 13 Menschen getötet worden. Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden waren darunter sieben ihrer Mitglieder, unter anderem zwei ranghohe Vertreter der für Auslandseinsätze zuständigen Al-Quds-Brigaden. Die Revolutionsgarden (IRGC) sind die iranische Elitestreitmacht. Sie werden mächtiger eingeschätzt als die reguläre Armee.

Der Iran verurteilte die Attacke scharf und drohte Erzfeind Israel mit Vergeltung. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man kommentierte keine Berichte in ausländischen Medien. 

Singh sagte, die USA hätten dem Iran nach dem Vorfall auf vertraulichen Kanälen sehr deutlich gemacht, dass sie nicht an dem Schlag beteiligt gewesen seien. Israel habe die US-Regierung im Voraus weder über den Angriff noch das Ziel informiert. "Wir hatten nichts mit dem Angriff in Damaskus zu tun, wir waren in keiner Weise daran beteiligt", sagte auch der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, vor Journalisten. Äußerungen des iranischen Außenministers Hossein Amirabdollahian, dass die USA mitverantwortlich seien, bezeichnete Kirby als "Unsinn".

Mit dem Schlag befasste sich auf Betreiben Russlands am Dienstag auch der UNO-Sicherheitsrat in New York. Das mit dem syrischen und dem iranischen Regime verbündete Russland kritisierte Israel wegen des Angriffs auf das iranisches Botschaftsgebäude in der syrischen Hauptstadt Damaskus bei dieser Gelegenheit scharf. Moskau sei "der Ansicht, dass solche aggressiven Handlungen Israels den Konflikt weiter anheizen sollen", sagte der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja. Solche Handlungen seien "vollkommen inakzeptabel" und stellten eine "eklatante Verletzung" der territorialen Souveränität Syriens dar.

Die Mehrzahl der Sicherheitsratsmitglieder verurteilte den Angriff auf das iranische Konsulargebäude und betonte die Unverletzlichkeit diplomatischer Einrichtungen - ohne Israel jedoch ausdrücklich zu erwähnen. Auch UNO-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff auf das iranische Botschaftsgebäude. Der UNO-Chef betonte das "Prinzip der Unantastbarkeit" von diplomatischen und konsularischen Einrichtungen und deren Personal, das in Übereinstimmung mit internationalem Recht stets eingehalten werden müsse, wie die Vereinten Nationen am Dienstag in New York mitteilten. Zudem rief Guterres alle Beteiligten zu größtmöglicher Zurückhaltung auf.

(APA/dpa/AFP)

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