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US-Außenminister Pompeo zu Besuch in Österreich

US-Außenminister Pompeo besucht mehrere europäische Länder.
US-Außenminister Pompeo besucht mehrere europäische Länder. ©APA/AFP/POOL/PABLO MARTINEZ MONSIVAIS
Am Freitag nächste Woche wird US-Außenminister Pompeo Österreich einen Besuch abstatten. Seine Reise steht im Lichte des Truppenabzugs aus Deutschland.

US-Außenminister Mike Pompeo besucht im Zuge seiner Europa-Reise am Freitag kommender Woche auch Österreich. In Wien wird er unter anderem Bundeskanzler Sebastian Kurz, Außenminister Alexander Schallenberg sowie Finanzminister Gernot Blümel (alle ÖVP) treffen, wie das Außenamt am Donnerstag auf APA-Anfrage bestätigte.

Besuch soll strategische Partnerschaft vertiefen

Die Einladung nach Wien "zur Vertiefung der strategischen Partnerschaft" sei bei einem Telefonat Schallenbergs mit seinem Amtskollegen im Juni ausgesprochen worden, teile das Außenministerium mit.

Kurz und Schallenberg hätten Anfang März nach Washington reisen sollen, dort wäre unter anderem ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump auf dem Programm gestanden. Der zweite Besuch des Kanzlers im Weißen Haus wurde aber von Trump aufgrund der Coronasituation verschoben.

Besuche in mehreren Ländern geplant

Vor seinem Österreich-Besuch trifft Pompeo am Dienstag (11. August) den tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis sowie den tschechischen Außenminister Tomas Petricek in Prag. Im Rahmen der Europa-Reise will Pompeo auch Polen und Slowenien besuchen. Die vier Länder seien "alle große Freunde Amerikas". "Ich erwarte, dass es eine sehr wichtige und produktive Reise sein wird", sagte er auf eine Pressekonferenz in Washington.

Die geplante Truppenumverteilung der US-Streitkräfte in Europa werde kein Thema der Gespräche sein, ließ Petricek am Donnerstag laut tschechischen Medienberichten wissen. "Die Tschechische Republik ist kein Land, in das amerikanische Soldaten verlegt werden sollen", betonte der Sozialdemokrat. "Unsere Sicherheitszusammenarbeit konzentriert sich auf andere Bereiche." Die USA hatten vor kurzem angekündigt, rund 12.000 ihrer Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Davon sollen knapp 5.600 Soldaten in andere NATO-Staaten verlegt werden, der Rest in die USA zurückkehren.

Reise im Lichte des Truppenabzugs aus Deutschland

Im Lichte des angekündigten Teilabzugs der US-Truppen aus Deutschland bereist US-Außenminister Mike Pompeo in der kommenden Woche mehrere europäische Länder. Ab dem 11. August werde er Polen, Tschechien, Slowenien und Österreich besuchen, kündigte Pompeo bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Washington an. Es werde eine "sehr wichtige und produktive Reise".

In der vergangenen Woche hatten die USA den Abzug von knapp 12.000 Soldaten aus Deutschland verkündet. Ein Teil der Truppen soll in die Vereinigten Staaten zurückkehren, ein Teil in andere europäische Länder verlegt werden. Im Zuge dessen sollen etwa die US-Truppen in Polen um 1000 Soldaten aufgestockt werden.

Der geplante massive US-Truppenabzug aus Deutschland hat auf beiden Seiten des Atlantik Kritik ausgelöst. US-Verteidigungsminister Mark Esper beteuert zwar, mit der Streitkräfte-Neuorganisation in Europa würden die NATO und die Abschreckung gegenüber Russland gestärkt. US-Präsident Donald Trump begründet den Teilabzug aus Deutschland aber in erster Linie mit den in seinen Augen zu niedrigen Verteidigungsausgaben Deutschlands.

Kritiker werfen Trump vor, mit seinem Vorgehen die transatlantischen Beziehungen zu schwächen - und damit letztlich den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu stärken.

(APA/Red)

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