US-Armee will 21 Standorte in Europa schließen

Die US-Armee will in den kommenden Jahren 21 kleinere Standorte in Europa schließen, die meisten davon in Deutschland. Wie das Verteidigungsministerium in Washington mitteilte, sind damit jährliche Einsparungen in Höhe von 60 Millionen Dollar verbunden. Das Pentagon sprach von Anpassungsmaßnahmen, wobei die Zahl der - zurzeit insgesamt 67.000 - in Europa stationierten Soldaten unberührt bleibe.


Vielmehr würden die Ressourcen durch die Einsparungen den “Missionen mit höherer Priorität” zugutekommen. Betroffen sind Standorte in Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz, darunter ein Golfplatz, ein Schießplatz, ein Hotel und Behausungen für die Familien der US-Soldaten in Deutschland. Die Standorte würden nicht mehr benötigt oder seien ohnehin nicht mehr in Benutzung, hieß es im Pentagon zur Begründung. Ähnliche kleinere Standorte sollen demnach in Italien, Dänemark, Griechenland und Großbritannien geschlossen werden.

Ein US-Verteidigungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, es handle sich um bloße Infrastrukturmaßnahmen, kein Soldat werde abgezogen oder zusätzlich entsandt. “Wir möchten nicht, dass die Europäer denken, dass wir uns aus Europa zurückziehen”, sagte der Vertreter, der anonym bleiben wollte. Das sei schließlich nicht der Fall. Die USA stünden hinter der “europäischen Sicherheit”.

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