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Ungeklärte Todesfälle: Ergebnis von Gutachten belastet Angeklagte

Bereits Anfang April wurde die zweite Leiche wegen der ungeklärten Todesfälle exhumiert
Bereits Anfang April wurde die zweite Leiche wegen der ungeklärten Todesfälle exhumiert ©APA/ANDREAS PESSENLEHNER
Im Fall um die mysteriösen Todesfälle liegt nun das lange erwartete Gutachten vor. Das Ergebnis belastet die Tatverdächtige Bogumila W. schwer - bei der Untersuchung der Leichen der beiden Männer wurde eindeutig Arsen festgestellt, das über Monate verabreicht worden war.
Gutachten verzögert sich
Frau in U-Haft
Klärung erwartet
Exhumierung der Leichen

Mehr Klarheit über die beiden Todesfälle, die im Zusammenhang mit zwei möglichen Giftmorden in Wien und Niederösterreich standen, bringt das Ergebnis des beauftragten gerichtsmedizinischen und toxikologischen Gutachtens, das nun vorliegt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Krems am Montag.

Todesfälle: Beide Männer mit Arsen vergiftet

Laut einem Bericht der Tageszeitung “Kurier” (Montagausgabe) belaste der Befund die tatverdächtige Polin weiter. Denn Sachverständige sollen in den Überresten beider Männer hochgiftiges Arsen nachgewiesen haben, berief sich das Blatt auf einen Insider. Zum Inhalt gab es vonseiten der Staatsanwaltschaft zunächst keinen Kommentar. “Wir übermitteln es gerade dem Verteidiger”, sagte Staatsanwältin Susanne Waidecker.

Später am Montag war es offiziell: Der Wiener Herbert A. (68) und der Niederösterreicher Alois F. (62) sind jeweils an den Folgen einer Vergiftung mit Arsen gestorben. Dieses Ergebnis der toxikologischen Untersuchungen nach den Exhumierungen der Männer hat die Staatsanwaltschaft Krems am Montagnachmittag bekanntgegeben.

Gift wurde über Monate verabreicht

Gemäß dem am Montag eingelangten Gutachten des Sachverständigen Christian Reiter erfolgte die Zufuhr (von Arsen) jeweils über einen Zeitraum von mehreren Monaten , so die Staatsanwaltschaft. Das Gift sei in den Nägeln und den Organen der Verstorbenen nachgewiesen worden. Das Gutachten wurde der Verteidigung zugestellt , teilte Franz Hütter, Sprecher der Kremser Anklagebehörde, mit.

Die 51-jährige Mordverdächtige sitzt seit Ende März in U-Haft. Die gebürtige Polin bestreitet sämtliche Vorwürfe hinsichtlich ihrer Verantwortung für die Todesfälle und gibt an, bei den Männern lediglich als Pflegerin bzw. Putzfrau tätig gewesen zu sein.

Beschuldigte nicht geständig

Die Staatsanwaltschaft Krems verwies darauf, dass die Beschuldigte bisher nicht geständig sei. Die 51-Jährige werde zu den Ergebnissen des Gutachtens “voraussichtlich Ende dieser Woche” vernommen werden.

“Nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen antwortete die verheiratete polnische Staatsbürgerin im Oktober 2009 auf eine Kontaktanzeige des verwitweten Herbert A., der eine Lebenspartnerin suchte. Kurze Zeit später zog sie zu ihm in dessen Eigentumswohnung. Im April 2010 schenkte Herbert A. der Beschuldigten die Wohnung, er behielt sich nur ein lebenslanges Wohnrecht vor. Herbert A. verstarb nach längeren Krankenhausaufenthalten im Oktober 2010. Die Wohnung wurde von der Frau im November 2011 verkauft”, so die Staatsanwaltschaft.

“Im November 2010 nahm die Polin Kontakt mit dem alleinstehenden Alois F. auf, der ebenfalls über eine Anzeige die Bekanntschaft mit einer Frau suchte. Die Beschuldigte besuchte Alois F. regelmäßig, führte den Haushalt und kochte für ihn. Der Gesundheitszustand des Alois F. verschlechterte sich rasch und er verstarb nach einem mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt im Februar 2011”, berichtete die Anklagebehörde weiter.

Eine Stellungnahme des Verteidigers der Beschuldigten zu dem Gutachten über die ungeklärten Todesfälle lag bis zum Montagnachmittag nicht vor.

(apa/red)

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