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UN-Klimakonferenz - Die beunruhigenden Zahlen des Klimawandels

Schon im Vorfeld der Konferenz kam es zu Demonstrationen.
Schon im Vorfeld der Konferenz kam es zu Demonstrationen. ©APA
Rekord-Hitzewellen, schmelzende Gletscher und Stürme von bisher unbekannter Stärke: Die Fieberkurve des Planeten zeigt eindeutig nach oben. Die aktuellen Forschungsbefunde mahnen die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz in Bonn zum Handeln.
Demonstrationen vor und während der Konferenz I
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Demonstrationen vor und während der Konferenz II
NEU
Erste Delegierte zu Klimakonferenz in Bonn eingetroffen

Hitzerekorde

Das Jahr 2017 dürfte das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen werden, wie die Weltorganisation für Metereologie (WMO) am Montag in Bonn mitteilte. Das gilt jedenfalls, wenn das Klimaphänomen El Nino nicht mit berücksichtigt wird. Es sorgte 2016 für noch höhere Temperaturen und starke Niederschläge. Nach den vorläufigen Angaben der WMO sind die Jahre 2013 bis 2017 die wärmsten, die jemals gemessen wurden.

Treibhausgase

Trotz aller Bemühungen zum Abbau der Treibhausgase wurden neue Höchststände verzeichnet: Die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre ist 2016 auf 403,3 ppm (Teilchen pro eine Million Teilchen) und damit auf den höchsten Stand seit mindestens 800.000 Jahren gestiegen, wie Klimaforscher betonen. Ähnlich sieht es bei Methan aus, das insbesondere durch die industrielle Tierhaltung, aber auch durch die Gewinnung von Erdgas durch Fracking entsteht.

Eisschmelze und steigende Ozeane

Die Eisschmelze setzt sich fort: Die Oberfläche der alpinen Gletscher hat sich das 37. Jahr in Folge verringert. Auch an den Polkappen setzt sich der beunruhigende Trend fort: Am Nord- und Südpol gibt es deutlich weniger Packeis als im Schnitt der Jahre 1981 bis 2010. Nach einigen Prognosen könnte die Arktis bereits ab 2030 im Sommer völlig eisfrei sein.

Auch die Meeresspiegel steigen weiter an, und zwar im Schnitt um gut drei Millimeter pro Jahr. Dafür ist auch die abschmelzende Eiskappe von Grönland verantwortlich.

Stürme und Dürren

Für viele Naturkatastrophen ist der Mensch mitverantwortlich, wie die Weltorganisation für Metereologie betont. Die Zahl der Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen und Stürme hat sich seit 1990 verdoppelt.

Auch im laufenden Jahr gab es extreme Ereignisse: So war der Wirbelsturm “Irma” in der Karibik und in den USA der erste Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von 295 Stundenkilometern über mehr als 33 Stunden. Hurrikan “Harvey” brachte Rekordmengen an Regen mit sich.

Artensterben

Von den 8.688 bedrohten Arten auf der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN sind 1.688 spezifisch durch den Klimawandel betroffen. Forscher sprechen von einem neuen “Massensterben” – der sechsten vergleichbaren Entwicklung in den vergangenen 500 Millionen Jahren.

(APA)

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