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Umfrage zeigt: Karriere von Frauen durch Coronakrise gebremst

Frauen bekommen die negativen Auswirkungen der Pandemie öfter zu spüren als Männer.
Frauen bekommen die negativen Auswirkungen der Pandemie öfter zu spüren als Männer. ©pixabay.com (Sujet)
Die Coronakrise bremst die Karrierechancen von Frauen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Diese zeigt, dass Frauen öfter die negativen Auswirkungen der Pandemie zu spüren bekommen.

Die Coronakrise versetzt den Karrierechancen von Frauen einen Dämpfer, zeigt eine aktuelle Umfrage von Deloitte Österreich und WoMentor unter 626 Führungskräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt gehen Führungskräfte siebenmal häufiger davon aus, dass sich die Karrierechancen für Frauen aufgrund von COVID-19 verschlechtert haben (14 Prozent) als dies bei den Karrierechancen der Männer (2 Prozent) der Fall ist.

Frauen erleben öfter negative Auswirkungen der Pandemie

In den Augen der befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden negative Auswirkungen für Frauenkarrieren (27 Prozent) sogar neunmal häufiger genannt als für Männerkarrieren (3 Prozent).

Weibliche Führungskräfte berichten fast doppelt so häufig (27 Prozent) wie ihre männlichen Kollegen (15 Prozent) über negative Folgen der Pandemie auf den eigenen Bonus und fast viermal so oft über negative Auswirkungen auf die eigene Beförderung (16 Prozent versus 4 Prozent). Zudem erleben weibliche Führungskräfte (62 Prozent) wesentlich häufiger eine Verschlechterung ihrer Work-Life-Balance als ihre männlichen Kollegen (39 Prozent).

Kinderbetreuung als große Hürde in Coronazeiten

Eine große Hürde in Coronazeiten ist die Kinderbetreuung. Drei Viertel der Beschäftigten mit Betreuungspflichten nennen den gestiegenen Aufwand für Kinderbetreuung als die mit Abstand größte Herausforderung. Befragte ohne Betreuungspflichten nennen den Umstieg auf Homeoffice und "Remote Working" als neue Form des Arbeitens am häufigsten als neue Herausforderung (41 Prozent).

Auch die mentale Gesundheit leidet. Insgesamt wünschen sich 41 Prozent aller befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich zusätzliche Unterstützungsangebote. Vor allem männliche Führungskräfte nehmen diesen Bedarf allerdings noch nicht ausreichend wahr. So berichten doppelt so viele weibliche wie männliche Führungskräfte von Einsamkeit, Ängsten oder depressiven Verstimmungen in ihren Teams.

Weibliche Führungspersonen thematisieren auch mentale Gesundheit

"Männliche Führungspersonen widmen sich dem Thema mentale Gesundheit in Gesprächen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel seltener als ihre Kolleginnen. Dabei haben betreuungspflichtige Männer laut Umfrage besonders häufig mit psychischen Belastungen zu kämpfen", so WoMentor-Geschäftsführerin Désirée Jonek.

Die Gleichstellung der Geschlechter hat für Österreichs Unternehmen auch im Jahr 2021 nach wie vor eine eher überschaubare Bedeutung, geht aus der Umfrage hervor. Nur knapp die Hälfte der Befragten berichtet von einer strategischen Verankerung von Gleichstellung in den Unternehmenszielen. 27 Prozent der Befragten nennen punktuelle Maßnahmen, jedoch fehlt es an konkreten Zielen sowie einer klaren Strategie. Ein Viertel sieht hier ein bloßes Lippenbekenntnis oder überhaupt keine Bedeutung.

>> Aktuelle News zur Coronakrise

(APA/Red)

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