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Umfassende Sanierung des Arlbergbahntunnels abgeschlossen

Zweispuriger Arlbergbahntunnel bringt den Kunden mehr Fahrplanstabilität
Zweispuriger Arlbergbahntunnel bringt den Kunden mehr Fahrplanstabilität ©NEUE/Zellhofer Symbolbild
Langen am Arlberg, Bregenz - Nach sechs Jahren Bauzeit ist am Freitag der runderneuerte Arlbergbahntunnel wieder zweigleisig in Betrieb genommen worden. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 210 Millionen Euro wurden seit Ende 2004 unter anderem Tunnelsohle und -gewölbe saniert, eine feste Fahrbahn auch für Einsatzstraßenfahrzeuge eingebaut sowie Flucht- und Rettungswegeverbindungen zum Straßentunnel errichtet. Der 125 Jahre alte, zehn Kilometer lange Tunnel sei nun "fit für die Herausforderungen der Zukunft", informierten die ÖBB.
Arlbergbahntunnel Eröffnung
ÖBB Interview

Seit Freitag steht auf der Arlbergrampe damit wieder ein 23 Kilometer langer zweigleisiger Abschnitt zur Verfügung. Im Abschnitt von Pettneu-Schnann in Tirol bis in den Blisadonatunnel bei Langen auf Vorarlberger Seite können die Züge mit mindestens 100 km/h verkehren, erklärte ÖBB-Pressesprecher Rene Zumtobel. Während der Bauphasen war der Tunnel nur eingleisig und mit reduzierter Geschwindigkeit befahrbar. Über den Arlberg sind täglich über 30 Fernverkehrszüge mit bis zu 5.000 Fahrgästen unterwegs.

Zu Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 2004 wurden in einem laut ÖBB “europaweit einzigartigen Projekt” acht Flucht- und Rettungswegeverbindungen zwischen dem Bahn- und dem Arlbergstraßentunnel gebaut. Im Ereignisfall kann somit der jeweils andere Tunnel als Flucht- und Rettungszone genutzt werden. Ab Mitte 2005 wurden die Tunnelsohle um rund 30 Zentimeter abgesenkt und die ausgebrochenen Tunnelwände mit Spritzbeton saniert. Dazu mussten laut Zumtobel etwa 20.000 Kubikmeter Fels und 27.000 Tonnen Gleisschotter abgetragen werden.

Eine in den Folgejahren errichtete feste Fahrbahn, die auch für Einsatzstraßenfahrzeuge geeignet ist, führt unter anderem zu einer verbesserten Genauigkeit der Fahrspur. In Summe wurden 3.700 Gleistragplatten verlegt, von denen jedes Einzelstück zehn Quadratmeter groß und rund 4,5 Tonnen schwer ist. Die letzten Modernisierungsschritte betrafen die komplette Tunnelausrüstung mit Beleuchtung, Telekommunikation und einer unterirdischen Löschwasserleitung sowie den Einbau einer “Stromschienenoberleitung” anstelle einer klassischen Oberleitung.

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