Umbau der Kammerspiele in Josefstadt geht in den Endspurt

Im Endspurt des Umbaus der Wiener Kammerspiele bleibt Direktor Herbert Föttinger optimistisch.
Im Endspurt des Umbaus der Wiener Kammerspiele bleibt Direktor Herbert Föttinger optimistisch. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Der Umbau der Kammerspiele in Wien-Josefstadt geht nun in den Endspurt. Die derzeitige Großbaustelle soll im Eiltempo bis 23. Oktober fertiggestellt werden, um sich bei der Wiedereröffnung so glanzvoll wie gewünscht zu präsentieren. Herbert Föttinger, Direktor des Theaters, zeigt sich optimistisch.
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“Es wird fertig. Es muss fertig werden”, so Föttinger am Dienstag bei der Presse-Begehung der im Umbau befindlichen Kammerspiele der Josefstadt. Bis zu 150 Bauarbeiter tummeln sich derzeit gleichzeitig auf der Baustelle, rund 50 verschiedene Firmen sind involviert. Föttinger strahlt am Ende der fünfeinhalbmonatigen Umbauzeit dennoch Begeisterung und Optimismus aus. Am Bau sei es ähnlich wie am Theater: “In den letzten Tagen passieren noch wahre Wunder.” Auch beim Umbau des Theaters in der Josefstadt sei es nicht anders gewesen.

Aufwändiger Umbau der Kammerspiele

Der Umbau der Kammerspiele kostete über zwölf Millionen Euro. Die Stadt Wien und der Bund übernehmen dabei rund 30 Prozent der Baukosten. Dadurch wurde nicht nur ein größeres Pausenfoyer sowie eine größere Bühne, 471 Plätze, neue Licht- und Tonanalgen und ein Außenlift für Anlieferung von Dekorationen geschaffen. Auch “menschenwürdigere Arbeitsbedingungen” durch den Umbau des Bachstage-Bereichs und einer Anmietung von weiteren 500 Quadratmetern konnten dadurch umgesetzt werden.

“Kammerspiele waren Stiefkind”

“Die Kammerspiele waren nie ein Liebkind des Hauses”, schilderte Föttinger, der einst seinen allerersten Theaterbesuch in den Kammerspielen absolvierte. “Man hat es immer wieder vor allem als Cashcow verwendet und hier Boulevard-Stücke und Schwänke angesetzt. Am Anfang meiner Intendanz wurde mir von manchen sogar geraten, lieber so zu tun, als würden die Kammerspiele gar nicht zur Josefstadt gehören.” Erst er habe die Kammerspiele vom Stiefkind zum Herzensanliegen gemacht.

Neue Ära Kammerspiele startet am 24. Oktober

Mit dem Broadway-Erfolg “Catch Me If You Can – Das Musical” von Terrence McNally in der Inszenierung von Werner Sobotka soll die neue Ära am 24. Oktover würdig eingeleitet und die künftige Richtung vorgegeben werden. Nur eines bleibt beim Alten: Der zu Vorstellungsbeginn zur Decke schwebende Luster wird auch künftig exklusiv dem Josefstadt-Haupthaus vorbehalten bleiben.

(APA/Red)

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