Ukrainischer Premier weist Merkel-Kritik zurück

Im Fall der inhaftierten Ex-Regierungschefin Timoschenko hat sich der ukrainische Ministerpräsident Asarow die Kritik der deutschen Bundeskanzlerin Merkel verbeten. Merkels Vorwürfe trügen nicht zu einem guten Verhältnis der Ukraine zu Deutschland und zur Europäischen Union bei, sagte Asarow in einem am Sonntag in Kiew veröffentlichten Interview.


Die Ex-Sowjetrepublik sei keine Diktatur, und es gebe keine politischen Repressionen, betonte er. “Die demokratischen Parteien sind ganz frei, einige sind im Parlament vertreten, einige nicht. Es herrscht Meinungsfreiheit.”

Erstmals schloss Asarow eine Verlegung der erkrankten Timoschenko ins Ausland nicht aus. “Wenn die maßgeblichen medizinischen Stellen sagen, dass eine adäquate Behandlung in der Ukraine nicht möglich ist, könnte die Führung eine solche Behandlung außerhalb des Landes gewähren”, sagte der Regierungschef der Ex-Sowjetrepublik. Dazu sei aber eine Gesetzesänderung nötig.

Timoschenko wird derzeit von einem Berliner Neurologen in einer Klinik in der Stadt Charkow betreut. Deutschland und auch Russland hatten eine medizinische Behandlung in einem ihrer Krankenhäuser angeboten.

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