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  • Übrig gebliebene Währungen einfach verkaufen
  • Übrig gebliebene Währungen einfach verkaufen

    Als Reisender kennt man das Problem: Irgendwo schlummert immer Wechselgeld aus dem letzten Urlaub. Ärgerlich, wenn es sich nur um einen kleinen Gegenwert in Münzen und kleinen Scheinen handelt und der Gang zur Bank sich dann oft nicht lohnt. Ein Online-Portal aus Österreich will hier Abhilfe schaffen.

    Der Umtausch von Auslandswährungen bei lokalen Banken ist oft nicht sehr ertragreich, da Banken generell keine Münzen umtauschen, und bei kleinen Beträgen in Scheinen können schon mal 10 Euro Wechselgebühren anfallen. Diesem Problem hat sich ein Unternehmen aus dem Salzburger Raum angenommen, und den Marktplatz www.jojmoney.com für gültige Auslandswährungen geschaffen.

    Von Privat zu privat

    Die Idee ist simpel: Privatpersonen bieten hier Auslandswährungen an. Gekauft werden diese von Urlaubern, die in das jeweilige Land reisen wollen. “Gebührenfrei und kostenlos”, so der Gründer Werner Noisternigg, selbst ehemaliger Backpacker.

    Handout

    JOJmoney.com erfreut sich grosser Beliebtheit, auch aufgrund der Tatsache, das Währungen mit einem Maximalbetrag von 80 Euro in der Regel rasch verkauft sind. 2000 Österreicher nehmen mittlerweile das Angebot wahr, so Co-Founder Christian Sieberer.

    Beliebte Währungen

    Beliebte Währungen wie Kuna, US-Dollar, Schweizer Franken oder Ungarische Forint sind oft binnen Minuten verkauft, Exotische Währungen wie Ghana-Cedi oder Kolumbianische Peso werden dann eher saisonabhängig verkauft.

    Die typischen Gebühren wie bei Banken oder Wechselstuben entfallen zur Gänze, der Anreiz besteht darin, das man seine Währung um zwei, drei Euro billiger hergibt, um auch dem Käufer einen Vorteil zu verschaffen.

    “Kaufen wie vorgegeben”

    Den Preis legt der Verkäufer selbst fest, der Verkäufer braucht kein Wissen über Kurse oder sonstige Finanzinstrumente zu haben. Die eigens von Christian Sieberer entwickelte Software berechnet anhand der aktuellen Kurse den Preis bzw einen Verkaufsvorschlag von selbst. Der Kauf- und Verkaufprozess ist vorgegeben, es gibt keine Möglichkeit, Währungen nur zur Hälfte zu kaufen, bzw sind Anfragen an den Verkäufer nicht möglich.

    Screenshot

    “Kaufen wie vorgegeben” ist der Grundsatz des Marktplatzes, so werden betrügerische Versuche oder lästige Kommunikationen vorgegriffen. Das Potential für die Idee sei enorm, denn es gebe kaum Haushalte, in denen nicht ausländische Währungen in Marmeladengläsern schlummern.

    Geld im Marmeladenglas

    Von daher kommt übrigens auch die Namensidee, denn joj steht für ‘jar of jam’ (deutsch: Marmeladenglas). “Wir verdienen damit aber kein Geld”, stellt der Salzburger klar. Man wolle einfach unkompliziert beim Geldumtausch helfen. Das Portal soll vorerst kontinuierlich wachsen und mehr Reichweite generieren. Zudem ist es nicht möglich, frühere Währungen wie Schilling, D-Mark, Lira oder Kryptowährungen wie Bitcoin zu tauschen.

    Die Linie eines klar strukturierten Modelles soll beibehalten werden, man bedenke auch, das eine weltweit einzigartige Idee diesesmal aus Österreich kommt, ohne Fremdkapital oder ausländischen Beteiligungen.

    (red)