Über Kollege und Königsklasse

Zwischen den F-3-Demonstrationsfahrten anlässlich des traditionellen Mercedes-"Stars & Cars"-Aktionstages in Stuttgart stellte sich Formel-1-Aspirant Christian Klien den "VN-Fragen.

VN: Vom Traumjahr 2003 selber überrascht?
Klien: “Auf jeden Fall! Mein Ziel war es, im Gesamtklassement unter die ersten acht zu kommen, gegen Saisonende mal auf ’s Podest der ersten drei zu fahren. Jetzt bin ich Vizemeister, habe vier Siege errungen. Ich bin echt selber überrascht.”

VN: Vor Saisonbeginn war das Verhältnis mit deinem Teamkollegen Markus Winkelhock sehr gut, wie ist es jetzt am Jahresende, nachdem du in der Serie vor ihm bist?
Klien: “Es ist sogar trotzdem noch kameradschaftlicher, noch besser geworden. Wir hatten echt eine Spezial-Gaudi.”

VN: Du bist seit zwei Jahren Vollprofi. Was hast du heuer verdient?
Klien: “In der Formel 3 kannst du selbst als regierender Champion noch lange nicht richtig Kohle machen. Ich erhalte aus dem allgemeinen Sponsorengeldtopf etwa einen Monatslohn wie ein Handwerkergeselle.”

VN: Du wirkst extrem fit.
Klien: “Seit einem Jahr mache ich nun regelmäßiges Konditionstraining unter den Fittichen von Ex-Karateweltmeister Daniel Devigili in der Landessportschule. Er schleift mich ordentlich, da geht schon was vorwärts.”

VN: Du wurdest kürzlich bei Tests mit einem Formel Renault V 6 erstmals mit Wippenschaltung, Linksbremsen und Carbonbremsen konfrontiert?
Klien: “Halb so wild. Die Wippenschaltung erleichtert sogar das Fahren, das Linksbremsen kenne ich vom Kart-Sport her, nur die Bremsdruck-Dosierung bei den Carbon-Bremsen ist eine Erfahrungssache, die mir noch fehlt.”

VN: Kannst du das Wort Formel 1 noch hören?
Klien: “Ja, sogar sehr gerne. Das ist ja mein Ziel, das ich erreichen will.”

VN: Im Moment gibt es keine News bei den Jaguar-Verhandlungen. Sollte es mit der F 1 nicht klappen, in welche Richtung würde die Tendenz gehen?
Klien: “Ich habe noch kein F-3000-Auto getestet. Der Formel-Nissan bringt etwas mehr Fahrspaß als der Formel Renault V 6, der aber von der Bedienung her näher an ein F-1-Auto herankommt. Mal abwarten!”

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Christian Klien

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