Triumph für Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen

Die Wähler im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und ihre rot-grüne Koalition mit einer klaren Mehrheit im Landtag ausgestattet. Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge verbesserte sich Krafts SPD auf 39,1 Prozent. Die SPD ist damit erstmals seit 2000 wieder stärkste Partei in Nordrhein-Westfalen. Die Grünen kamen auf 11,3 Prozent.


Die CDU erreichte nur noch 26,3 Prozent – ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis in Nordrhein-Westfalen überhaupt. Die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Lindner legt auf 8,6 Prozent zu. Die Piratenpartei zieht mit 7,8 Prozent erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein. Die Linke scheiterte mit 2,5 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

Dem vorläufigen Endergebnis zufolge erhält die SPD im Landtag 99 Mandate, die Grünen stellen 29 Abgeordnete. Eine rot-grüne Koalition würde mit 128 Sitzen über eine klare Mehrheit im Landtag verfügen. Die CDU erhält 67 Sitze, die FDP 22 Sitze, und die Piratenpartei 20 Sitze. Die im Bundestag vertretenen deutschen Parteien beraten am Montag in Berlin über Konsequenzen aus der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.

Bei der Landtagswahl 2010 hatte die CDU 34,6 Prozent der Stimmen erhalten, die SPD 34,5 Prozent. Die Grünen erreichten damals 12,1 Prozent, die FDP 6,7 Prozent, die Linke 5,6 Prozent und die Piraten 1,6 Prozent.

Der CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen zog bereits unmittelbar nach Veröffentlichung der ersten Zahlen persönliche Konsequenzen: “Dieses Ergebnis führt ganz zwingend dazu, dass ich die Führung des Landesverbandes abgeben werde”, sagte der deutsche Umweltminister in Düsseldorf. “Ich habe die CDU angeführt, ich war der Spitzenkandidat. Und darum ist dies zuallererst meine persönliche Niederlage”, so Röttgen. Die Niederlage der CDU und seine eigene sei eindeutig, umfassend und klar: “Und die tut richtig weh.”

Kraft sagte: “Ich freue mich darüber, dass wir mit Rot-Grün weitermachen können, das war unser Ziel.” Für die Bundestagswahl bedeute das Wahlergebnis in Nordrhein-Westfalen ein klares Signal für Rot-Grün. Sie selbst denke aber nicht daran, nach Berlin zu gehen.

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