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Bei den Kids angesagt wie nie - Toto kommen nach Österreich

Steve Lukather kommt mit Toto nach Österreich
Steve Lukather kommt mit Toto nach Österreich ©APA (AFP)
Die 1976 gegründete US-Rockband Toto erlebt derzeit einen neuen Boom. DJs bauten vor zwei Jahren deren 80er-Hit "Africa" in ihre Sets ein - und die Kids sind ausgezuckt.

“Aus irgendeinem Grund, den wir uns selbst nicht erklären können, begannen DJs vor zwei Jahren plötzlich den Song in ihre Sets einzubauen – und die Kids sind ausgezuckt!”, erzählte Gitarrist Steve Lukather bestens gelaunt im APA-Interview.

2 Österreich-Konzerte – auf Burg Clam und beim Lovely Days Festival

Toto spielen heuer zweimal in Österreich: Am 28. Juni beim Clam Rock auf der Burg Clam in Oberösterreich und am Tag darauf beim Festival Lovely Days in Eisenstadt. “Ich freue mich sehr auf Österreich. Ich bin ja teilweise ein Österreicher”, sagte Lukather, dessen Urgroßmutter väterlicherseits aus Österreich stammt.

Natürlich wird man bei den Konzerten neben “Africa” andere Hits wie “Hold The Line” und “Rosanna” hören. Lieder, die Toto-Gründungsmitglied Lukather nie müde wird zu spielen: “Auf die Bühne zu gehen, ist der größte Rausch des Lebens. Darum spiele ich da auch gerne die Hits immer und immer wieder. Ich übe auch noch immer, gleich nach diesem Gespräch etwa eine Stunde lang.”

Fast hat man das Gefühl, Toto wären – wie Bob Dylan – permanent auf Tour. “Ja, das sind wir auch – seit 43 Jahren”, lachte Lukather in Los Angeles ins Telefon. “Wir haben jetzt kürzlich in den USA eine zweijährige Konzertreise abgeschlossen. Wir haben Killer-Shows gespielt und Arenen ausverkauft. Unglaublich.”

Tolles Gefühl, auch bei den Kids wieder beliebt zu sein

Plötzlich auch bei Kids wieder angesagt zu sein, sei selbstverständlich “ein tolles Gefühl”, betonte der Musiker. Anfangs sei ihm das allerdings suspekt gewesen: “Wir hatten eine Show Australien – mit einem riesen Publikum, bestehend aus 18- bis 25-Jährigen. Ich war wirklich nervös. ‘Was können wir denen bieten?’, fragte ich mich. Na ja, dann haben wir einfach unser Ding durchgezogen und die jungen Leute sind ausgeflippt. Wir sind eben eine Kick-Ass-Rock-and-Roll-Band! Bei uns gibt es keine Tricks, keine Pro-Tools, sondern echte, schweißtreibende Musik.”

Mit einem weiteren herzhaften Lachen fügte Lukather hinzu: “Wir waren nie eine Hipster-Band. Wir waren einfach immer da! Toto ist keine politische Band. Bei unseren Konzerten kann man für ein paar Stunden den ganzen Bullshit vergessen. Man muss mindestens 25 Jahre dabei sein, um als Classic-Rock-Band zu gelten. Wer hält heutzutage schon so lange durch? Hey, wir sind 43 Jahre dabei!”

Dass die Gitarre wiederholt für tot erklärt wird, hält Lukather für “absoluten Unsinn”. Seine “wunderbare Karriere” und das neue Interesse eines jungen Publikums an Toto zeige doch das Verlangen nach handgemachter Rockmusik. “Wir mussten ja viele Schläge einstecken, die nicht immer leicht zu verdauen waren”, sagte Lukather. “Wenn heute allerdings immer noch jemand ätzt, wir würden doch immer nur den gleichen Song spielen, dann kostet mich das bloß ein Lachen.”

Die 60er- und 70er waren eine tolle Zeit für Musik

Musik hat Steve Lukather im Blut, eine Leidenschaft von klein an: “In meiner Kindheit war Musik einfach alles”, blickte der Gitarrist zurück. “Es gab keine Videos, allein Musik hat uns an andere Orte gebracht. Musikhören war ein transzendierendes Erlebnis. Die 60er- und 70er-Jahre waren eine tolle Zeit für Musik. Ich habe von meinen Eltern fünf Dollar Taschengeld bekommen. Das ging für Platten und Konzertkarten drauf. Wir haben tagelang auf die Shows hingefiebert.”

Die Zeiten haben sich geändert, weiß Lukather. “Heute geht es in erster Linie um den Beat. Es muss mir nicht gefallen.” Ein grantiger alter Mann, der die Musik von heute kritisiert, sei er zwar nicht. “Aber ich lebe nicht ‘in the hood'”, sagte er in Anspielung auf die Rapszene. “Also kann ich diese Musik auch nicht nachvollziehen.”

Lukather hat auf Hunderten von Studioproduktionen als Session-Musiker mitgewirkt. An alle könne er sich nicht mehr erinnern. “An die Hits natürlich schon, die laufen ja ständig im Radio, da höre ich mich raus”, so der 61-Jährige. Bekannt war Lukather auch für seinen ausschweifenden Lebenswandel. “Ach, der Partyman ist vor langer Zeit gestorben”, betonte er, darauf angesprochen. “Ich hatte viele wilde Jahre, vielleicht ein bisschen zu viele. Und man sagt, ich war gut dabei! Das ist vorbei, Schlaf ist meine neue Droge.”

“Ich bin ein alter Hippie!”

Mit dem Motto “Love, Peace & Rock and Roll” des Festivals Lovely Day könne er sich gut identifizieren, sagte Lukather abschließend. “Ich bin ein alter Hippie! Ok, für einen echten alten Hippie war ich damals zu jung, aber ich bin mit einigen richtigen Hippies abgehangen. Und ich habe mit Ringo Starr musiziert – das ist der King of Peace & Love. Der glaubt fest daran! Und wenn jemand meint, ‘Peace & Love – fuck off’, kann ich nur sagen, dass Liebe, Friede und Rock ‘n’ Roll nie an Bedeutung verlieren.”

(APA)

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