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"Top-Teams": Tatortarbeit der Wiener Polizei steht auf neuen Beinen

Für die Arbeit an Tatorten werden nun "Top-Teams" der Polizei eingesetzt
Für die Arbeit an Tatorten werden nun "Top-Teams" der Polizei eingesetzt ©APA
Die Tatortarbeit der Polizei in der Bundeshauptstadt steht seit Anfang Juni auf neuen Beinen. Sogenannte Top-Teams (Top steht in diesem Fall für Täter-Opfer, Anm.) sind 24 Stunden am Tag im Einsatz und sollen an Tatorten Spuren sichern, aber auch Verbrechensopfer betreuen und beraten.
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Die aus zwei Beamten bestehenden Teams haben ihre Quartiere in den Außenstellen des Landeskriminalamts (LKA). Insgesamt gibt es 21.

Spurensicherung bisher

Bis 2006 gab es Spurensicherung nur an Tatorten von Schwerkriminalität – also bei Morden, Raubüberfällen, Einbrüchen in Wohnungen und Häuser sowie Autos. Etwa 100 Beamte, die in den Tatortgruppen des Landeskriminalamtes organisiert waren, waren dafür zuständig. Bis April 2011 wurde der Bereich auf Stadtpolizeikommanden und Inspektionen ausgeweitet, letztlich wurden auch Sektorstreifen für die Arbeit an Tatorten eingesetzt.

So entstanden die Top-Teams

Da es als nicht optimal angesehen wurde, dass Streifen, die eigentlich für Fahndungszwecke unterwegs sein sollten, zur Spurensicherung und Opfer-Erstbetreuung eingesetzt wurden, wurde in den LKA-Außenstellen Mitte und Nord das Pilotprojekt der Top-Teams eingeführt. Die Idee war, an allen Tatorten, an denen Spuren zu erwarten waren, solche auch zu sichern – zum Beispiel bei Kellereinbrüchen. “Mehr Tatortarbeit – mehr Spuren – mehr Chancen zur Aufklärung von Straftaten”, umriss Landesvizepolizeipräsident Karl Mahrer am Mittwoch bei einem Hintergrundgespräch die Ziele.

Das Projekt in Wien

Das Projekt wurde am 1. April 2012 auf ganz Wien ausgedehnt und lief bis 30. Mai 2014. Seit 1. Juni fahren die Top-Teams im Regelbetrieb. Wie die Polizei betonte, mit Erfolg: Die Zahl der gesicherten Spuren sei von knapp über 30.000 im Jahr 2011 auf mehr als 50.000 im Jahr 2013 gestiegen. 2012 gab es erstmals mehr Spuren als Tatorte in der Bundeshauptstadt, wie der stellvertretende LKA-Leiter Wolfgang Haupt erläuterte.

Ein besonders wichtiger Punkt ist für die Polizei die rasche Betreuung der Opfer. Die Top-Teams sollen diese informieren, ihnen Kontakte zu Hilfsorganisationen und psychologischen Betreuungseinrichtungen, aber auch zur kriminalpolizeilichen Beratung geben. Gerade Einbruchsopfer würden oft unter schweren psychischen Folgen leiden. Die Teams veranlassen auch, dass die Opfer nach rund zwei Wochen kontaktiert und weiter betreut werden.

Ergänzung für Tatortgruppen

Die Top-Teams sollen die Tatortgruppen des LKA ergänzen. Angesprochen auf die verschiedentlich kolportierten Engpässe bei den Kontingenten zur Auswertung von DNA-Spuren betonte Mahrer, dass ein eigenes DNA-Selektionsteam die vielversprechendsten Hinweise auswähle. “Jede Spur, die von dem DNA-Selektionsteam als qualitätvoll erachtet wird, wird auch ausgewertet. Da gibt es keine Budgetbremse.”

Detail am Rande: Mahrer und Haupt bestätigten, dass bei der am Montag in der Leopoldstadt geräumten “Pizzeria Anarchia” auch Tatortgruppen im Einsatz waren. Was diese untersuchten und fanden, wollten die Polizeispitzen nicht näher erläutern: “Dabei handelt es sich um ein laufendes Verfahren, da bitte ich um Verständnis, dass wir da nichts dazu sagen”, erklärte Mahrer.

(apa/red)

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