Tod durch CO-Vergiftung: Haftstrafe für 35-Jährigen aus Wien

Zu einer Haftstrafe wurde der Besitzer der Cannabisplantage verurteilt.
Zu einer Haftstrafe wurde der Besitzer der Cannabisplantage verurteilt. ©APA
Ein 35-jähriger Pflegehelfer aus Wien wurde am Freitag zu einer Haftstrafe von einem Jahr, davon drei Monate unbedingt, verurteilt. Er wurde der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Umständen für schuldig befunden. Seine Mitbewohnerin starb an einer CO-Vergiftung beim Duschen, weil die Abluftanlage seiner Cannabisplantage CO-Gas in die Wohnung saugte.
35-Jähriger in Wien vor Gericht

Wie berichtet hatte der Mann für die Plantage eine starke Abluftanlage installiert und den Abgaswächter der Kombi-Therme verhängt. Seine 26-jährige Mitbewohnerin ist deswegen beim Duschen erstickt.

35-Jähriger in Wien verurteilt

Der Staatsanwalt warf dem Angeklagten vor, das Risiko bewusst in Kauf genommen, zumal er den Abgaswächter der Kombi-Therme, der im Normalfall bei zu hoher CO-Konzentration die Anlage ausgeschaltet hätte, mit einer Socke verhängt hatte. Laut Gutachter trat beim Opfer dadurch der sogenannte Schneewittchen-Effekt ein, man schläft sich einfach in den Tod. Die Obduktion der Frau ergab, dass 60 Prozent der roten Blutfarbstoffe durch Kohlenmonoxid ersetzt war – eine letale Menge.

Tod der Mitbewohnerin “in Kauf genommen”

Richterin Baczak bezeichnete sowohl “Konstruktion als auch Konstellation als irrsinnig”, der Angeklagte habe den “unnötigen Tod einer jungen Frau in Kauf genommen, nur damit sie kiffen können. Das ist eigentlich unerträglich.” Der 35-Jährige sei “ein klassischer Fall für die Fußfessel”, so Baczak. (APA)

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