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Thema Mobbing an Schulen: Keine Lehrerentlassungen verzeichnet

Der Fall der Wiener Mobbing-Lehrerin hat den Landtag beschäftigt.
Der Fall der Wiener Mobbing-Lehrerin hat den Landtag beschäftigt. ©pixabay.com (Sujet)
Das Thema Mobbing an Schulen wurde im Wiener Landtag diskutiert. Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky gab darüber Auskunft, dass in den letzten fünf Jahren diesbezüglich kein Lehrerrauswurf stattgefunden habe.
Suspendierung wird geprüft
Lehrerin vorläufig suspendiert
Mobbing-Vorfälle werden untersucht
Wiener AHS-Lehrerin soll Kinder erniedrigt haben

Die Debatte um Mobbingvorwürfe an einer Wiener AHS, die inzwischen zur Suspendierung der betreffenden Lehrerin geführt haben, hat am Freitag den Landtag erreicht. In der Sitzung wollten die NEOS von Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) wissen, wie viele Pflichtschullehrer in den vergangenen fünf Jahren wegen Mobbings entlassen worden seien. Kein einziger, so die Auskunft des Ressortchefs.

Wiener Bildungsstadtrat gab Auskunft zu AHS-Vorfall

Czernohorszky bekräftigte, dass Bildungsdirektor Heinrich Himmer in Bezug auf die Suspendierung der AHS-Lehrerin “richtig und konsequent” gehandelt habe. Innerhalb eines Monats muss die Disziplinarkommission nun entscheiden, ob die Suspendierung rechtens war. Das Disziplinarverfahren kann mit einer Geldstrafe oder einer Entlassung enden.

Angesichts des kritischen Einwandes der ÖVP-Abgeordneten Sabine Schwarz, dass erste Kritikpunkte an der Pädagogin bereits 2013 vorgebracht, aber erst jetzt Schritte gesetzt worden seien, meinte der Stadtrat, dass der Zeitraum zwischen derartigen Vorwürfen und Handlungen möglichst kurz sein müsse. Im konkreten Fall sei die Sachlage aber kompliziert gewesen, weil es verschiedene Sichtweisen gegeben habe und grundsätzlich auch jeder Lehrer oder jede Lehrerin das Recht habe, sich gegen Vorwürfe zu wehren und seine bzw. ihre Sichtweise darzulegen.

Kein Lehrerrauswurf verzeichnet: Grüne skeptisch

Dass in den vergangenen fünf Jahren kein Lehrerrauswurf wegen Mobbings stattgefunden hat, schien dem grünen Klubchef David Ellensohn so zu sein, “als hätte man in den letzten Jahren keinen einzigen Wiener Autofahrer erwischt, der zu schnell gefahren ist”. Möglicherweise liege das Problem ja auch darin, dass es für “schwarze Schafe” – also Pädagogen, “die den Job verfehlt haben” – keine Umstiegsmöglichkeiten innerhalb des Bildungsbetriebs gebe.

Czernohorszy gab Ellensohn recht, dass das System “so gut wie keine Durchlässigkeit” aufweise. In Unternehmen gebe es etwa die Option, Personen in andere Aufgabenbereiche zu versetzen. Grundsätzlich plädierte der Stadtrat in der Fragestunde des Landtags dafür, auftretende Probleme im Schulbetrieb nach Möglichkeit partnerschaftlich zu lösen anstatt sie aus politischem Kalkül hochzustilisieren.

(APA/Red)

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