Teuer heißt nicht gut: Der große Schoko-Osterhasen-Check 2018

Südwind und Global 2000 nahmen Schoko-Osterhasen genauer unter die Lupe.
Südwind und Global 2000 nahmen Schoko-Osterhasen genauer unter die Lupe. ©Pixabay.com (Sujet)
Wer Wert auf fair gehandelte Bio-Schoko-Osterhasen legt, sollte Gütesiegel heranziehen, denn teuer ist nicht immer gut, so lautet das Fazit des großen Checks von Südwind und Global 2000. Die Hasen wurden hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Qualität geprüft.

Interessant ist nämlich, dass die Hasen ohne unabhängiges Label nicht zu den billigsten gehören. Den Testern zufolge liegt das daran, dass es sich dabei in der Regel um große Markenhersteller handelt – während die meisten No-Name- oder Eigenmarken-Hasen zumindest das UTZ Label tragen. “Ein Fairtrade-Hase ist nicht notwendigerweise der Teuerste, während ein teurer Hase nicht unbedingt fair und/oder bio ist”, sagte Caroline Sommeregger von Südwind.

Bei Schoko-Osterhasen auf Gütesiegel achten

Das heißt, “wer der Gesellschaft, der Umwelt und den Bäuerinnen und Bauern, die am unteren Ende der Wertschöpfungskette stehen, etwas Gutes tun möchte, ist mit Bio und Fairtrade am Besten bedient”, fassten Global 2000 und Südwind die Testergebnisse zusammen. “Abgesehen davon ist Bio-Schokolade, die ohne Pestizid-Einsatz hergestellt wurde, auch garantiert bekömmlicher”.

Von den 21 testweise eingekauften Hasen hatten sieben Stück gar kein Siegel, zwei waren UTZ-zertifiziert, fünf wurden mit Fairtrade-zertifiziertem Kakao hergestellt. Sieben waren Bio und die fünf Test-Sieger tragen sowohl das Fairtrade- als auch das Bio-Label. Gleich vorweg: Die Test-Sieger sind der Natur Pur Bio Osterhase von Spar, der Osterhase aus biologischer Milchschokolade von EZA Fairer Handel, der Natur Aktiv Bio Confiserie Osterhase von Hofer, der Favorina Bio-Confiserie-Osterhase von Lidl und der Bio Organic Bio Vollmilchschokolade von Riegelein.

Acht Schoko-Hasen konnten entweder aufgrund ihrer sozialen oder ökologischen Verträglichkeit positiv bewertet werden. Zwei wurden in beiden Bereichen mittelmäßig bewertet, da ihre Zertifizierung nur Mindeststandards festlegt. Sieben Osterhasen wurden aufgrund der fehlenden Zertifizierung und der prekären Umwelt- und Produktionsbedingungen im Kakaoanbau als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft. Der Geschmack der Hasen wurde bei dem Test nicht untersucht.

(APA/Red)

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