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Taxi-Demo in Wien: Mehrere Hundert Taxis rollten hupend über den Ring

Taxi-Demo in Wien.
Taxi-Demo in Wien. ©APA/Herbert Pfarrhofer
Die Wiener Taxifahrer wollen mit der Aktion ihren Unmut über den Fahrtenvermittler Uber kundtun. Weitere Protestmaßnahmen seien denkbar.
Bilder von der Taxi-Demo
Wiener Taxi-Demo
Unterstützung der FPÖ

Protest auf vier Rädern: Die Wiener Taxler haben am Freitagnachmittag ihren Unmut über die Konkurrenz, den Fahrtenvermittler Uber, kundgetan. Der Verein “Taxiclub Wien” hatte zur Demo aufgerufen. Laut Obmann Wolfgang Eberling schlossen sich rund 500 Taxifahrer dem Konvoi mit Endstation vor dem Bundeskanzleramt an, die Polizei sprach von 200 Teilnehmern.

Die Unternehmer sind gegen 14:00 Uhr von der Wagramer Straße in Richtung Innenstadt aufgebrochen. Über den Praterstern und die Praterstraße ging es dann mit kollektivem Hupen auf den Ring, wo die Kolonne – eskortiert von der Polizei – Richtung Ballhausplatz rollte. Direkt vor das Bundeskanzleramt wurden allerdings nur 50 Autos gelassen.

Eberling zeigte sich mit dem Zulauf zufrieden. Man wolle die Politik zum Handeln bewegen, da Uber sich nicht an Gesetze halte und das Taxigeschäft ruiniere, ärgerte sich der Vereinschef. Sollte sich die Situation nicht ändern, seien weitere Protestmaßnahmen durchaus denkbar.

Interessensvertretung gegen “blanken Aktionismus”

Die offizielle Interessensvertretung findet den Taxleraufstand nicht allzu prickelnd. Die Innung hatte sich bereits am gestrigen Donnerstag von der motorisierten Kundgebung distanziert. Man setze lieber auf rechtliche Schritte gegen Uber-Fahrer als auf “blanken Aktionismus”, hieß es. Die Innung ist übrigens auch für die Mietwagenbranche zuständig. Uber kooperiert bekanntlich in Wien mit Mietwagenunternehmern.

Die Taxidemo sorgte auch bei ÖVP-City-Bezirkschef Markus Figl für Nasenrümpfen. Denn sie reihe sich in eine Reihe von Kundgebungen am Ring. “Die Ringsperren nehmen Dimensionen und Auswüchse an, bei welchen die Innere Stadt zeitweise komplett vom Rest Wiens abgeschnürt wird. Das darf nicht sein. Auch hier leben und arbeiten Menschen, die zufahren müssen. Die Ringstraße ist nicht das Freizeitzentrum Wiens”, beklagte Figl. Das Demonstrationsrecht dürfe nicht missbraucht werden.

Dabei wurden bei der Taxi-Demo am Freitag keine Straßenabschnitte gesperrt. Die Kolonne fuhr im fließenden Verkehr.

(APA, Red.)

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