Syrische Rebellen nahmen Grenzübergang ein

Syrische Rebellen haben einen weiteren Grenzübergang in die Türkei unter ihre Kontrolle gebracht. Nach Kämpfen vertrieben die Aufständischen am Mittwoch Truppen des Präsidenten Assad aus den Gebäuden des Grenzpostens Tell al-Abjad, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. In Damaskus sind Aufständische hingegen von Regierungstruppen vertrieben worden.

Während die Nachrichtenagentur SANA über Erfolge im Kampf gegen “bewaffnete Terroristen” schrieb, berichteten die Aktivisten, die Aufständischen hätten sich nach heftigen Kämpfen und Artilleriebeschuss aus dem Viertel Al-Hajr Al-Aswad zurückgezogen. Im Stadtteil Jobar wurden laut Opposition 20 Leichen von Männern gefunden, die öffentlich hingerichtet worden waren. Im Palästinenser-Viertel Jarmuk wurde ihren Angaben zufolge gekämpft.

AI erhebt Vorwürfe

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf den syrischen Regierungstruppen “unerbittliche und wahllose” Angriffe auf die Zivilbevölkerung vorgeworfen. Die Organisation berichtete unter Verweis auf Recherchen vor Ort, Zivilisten, darunter viele Kinder, seien die Hauptopfer des Konflikts. In 26 Dörfern und Städten der Region Idlib, Hama und Jabal al-Zawija seien in dieser Zeit 166 Zivilisten, darunter 48 Kinder und 20 Frauen getötet worden.

Zuvor wurde bekannt, dass die syrische Führung als “letzten Ausweg” auch einen Einsatz von Chemiewaffen gegen die Bevölkerung plane. Man habe darüber diskutiert, auch darüber, “wie und wo wir sie anwenden könnten”, sagte der im türkischen Exil lebende Generalmajor Adnan Sillu der britischen Tageszeitung “The Times”.

Israelische Armee mit überraschendem Manöver

Die israelische Armee hielt unterdessen ein nicht angekündigtes Manöver an der Grenze zu Syrien ab. Das Militär teilte mit, unter anderem solle die Kampfbereitschaft der Truppen trainiert werden. Während des Manövers wurden mehrere Einheiten aus anderen Landesteilen auf den Golan verlegt. Zum Manöver gehörten auch Übungen mit scharfer Munition.

 

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