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Sunnahof Tufers bekommt Nachwuchs

Der Sunnahof Tufers in Göfis hat einen langfristigen Pachtvertrag für den Gutshof Älpele erhalten. Zehn Menschen mit geistiger Behinderung bekommen einen neuen Arbeitsplatz.

Im Rahmen einer Ideenwerkstätte wurde über die Zukunft des Gutshof Älpele entschieden. 20 Interessenten aus ganz Vorarlberg haben sich an diesem Wettbewerb beteiligt. „Von Seiten der Gemeinde Götzis hatte man Bammel, was dabei heraus kommt,“ gesteht Bürgermeister Werner Huber. Den Zuschlag erhielt der Sunnahof Tufers, ein Tochterunternehmen der Lebenshilfe Vorarlberg. „Im Sunnahof lernen Menschen mit Behinderung täglich neu die Natur erleben, bewirtschaften und erhalten“, erklärt der Geschäftsführer des Sunnahofes, Thomas Lampert.

Integration am Arbeitsmarkt

„Menschen mit Behinderung fällt es oft nicht leicht, sich in einer Gemeinschaft zurecht zu finden und sich zu integrieren“, wissen Betreuer der Lebenshilfe. „Im Rahmen dieses Projektes werden Bedingungen geschaffen, die eine anschließende Integration in den Arbeitsmarkt (geschützte Arbeitsplätze) ermöglichen“, sagt Lampert. Menschen mit Behinderung können nicht in einen starren Prozess gedrängt werden. Die Gesamtphilosophie der Lebenshilfe lautet daher: „Eine sinnvolle Arbeit für die Menschen zu finden und die Arbeit auf den Menschen abzustimmen“, erklärt der Obmann der Lebenshilfe Kummenberg Walter Tschegg. „Unser Ziel ist es, dass diese Menschen einen gegebenenfalls geschützten Arbeitsplatz erhalten und somit Sozialversichert sind und ein eigenes Einkommen erhalten“, so Tschegg. „Ein eigenes Einkommen ist ein Zeichen von Wertschätzung und bedeutet eine gewisse Unabhängigkeit.“

Bauliche Maßnahmen

Bevor das Projekt Älpele voll durchstartet, sind jedoch noch einige bauliche Maßnahmen notwendig. Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude und Laufstall werden über die Wintermonate saniert. Weiters wird ein überdachter Fressplatz für die Tiere geschaffen und werden die vorhandenen Wege befestigt. Im Frühjahr soll mit dem landwirtschaftlichen Betrieb voll durchgestartet werden.

Wohnen und arbeiten

Für sechs Personen soll der Gutshof Älpele ihr neues Zuhause werden. Etwa zehn Personen werden hier ihre Arbeit antreten. „Gerade gestern hat ein Junge zu mir gesagt, dass er in der Apfelernte seinen Traumjob gefunden hat“, strahlt eine Betreuerin der Lebenshilfe Vorarlberg. „Unsere Jugendlichen sind vor Begeisterung total aus dem Häuschen.“

Das Älpele in St. Arbogast wird umweltgerecht mit Freilandschweinen, Freilandhühnern, Rindern und Mutterziegen bewirtschaftet. Weiters wird eine kleine Jausenstation eingerichtet. „Damit die Wanderer unseren Most kosten können“, lacht Lampert. „Die Jausenstation dient auch der Integration in die Gesellschaft“, sind sich die Vertreter der Lebenshilfe Vorarlberg einig.

Regionalbezug

Die hofeigenen Erzeugnisse sollen, um die Qualität zu gewährleisten, regional verwertet werden. „So könnten unsere Produkte zum Beispiel im Bildungshaus St. Abogast angeboten werden“, meint Lampert. „Es wäre doch toll, wenn die Seminargäste sehen, wo ihr Fleisch gelaufen ist“, schmunzelt er schelmisch. „Der Hof wird die Region bereichern“, sind sich die Vertreter der Gemeinde und der Lebenshilfe einig.

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