"Summer of Sounds" im Wiener MQ von 5. Juni bis 28. September 2014

Auch heuer hat der Sommerim Wiener MQ wieder einiges zu bieten
Auch heuer hat der Sommerim Wiener MQ wieder einiges zu bieten ©APA (Sujet)
Der Sommer bringt auch heuer wieder das Wiener Museumsquartier zum Klingen: Für den "Summer of Sounds" haben sich in der "bisher größten Synchronisation" alle Institutionen am Areal zusammengeschlossen und über 70 Veranstaltungen zusammengestellt. 
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Dabei dreht sich alles um den Schwerpunkt Klang und Raum, wie MQ-Geschäftsführer Christian Strasser am Dienstag bei einer Pressekonferenz erklärte.

Mit dabei: “Summer of Fashion” im Museumsquartier

Nach dem “Summer of Fashion” im Jahr 2012 ist das die zweite große Kooperation der im Museumsquartier beheimateten Kulturschaffenden: “Es ist die bisher umfassendste Zusammenarbeit, bei der wir hoffen, etwas zu schaffen, das mehr ist als die Summe seiner Teile”, so Strasser.

Umfassend ist auf jeden Fall auch das Programm: Von 5. Juni bis 28. September sind unter anderem Konzerte, Ausstellungen und Workshops geplant. Durch die gute Kooperation benötige man auch keine zusätzlichen Mittel, meinte der Direktor.

Ja Panik bei der Eröffnung vom Summer of Sounds

Den Auftakt macht am 5. Juni die österreichische Band Ja, Panik mit ihrem neuen Album “Libertatia”, dann geht es an 80 Tagen mit über 30 Projektpartnern weiter. Unter anderem wird das mumok zur Bühne: Unter dem Motto “architecture and sound” bespielen Herbert Gollini und Helmut Wolfgruber die Fassade des Museums. Um die Retrospektive zu Josef Dabernig einzuläuten, hat man am 5. Juni alte Bekannte des Künstlers eingeladen: Die polnische Hip-Hop-Formation Kaliber 44 wird sich das Stiegenhaus des mumok zu eigen machen. “Das wird sehr laut und heftig zugehen, ein guter Auftakt”, meinte mumok-Direktorin Karola Kraus.

Musik-Programm auch in der Kunsthalle

Auch die Kunsthalle stellt sich ganz in den Dienst des Klangs: Zur Eröffnung der Ausstellung “Neue Wege nichts zu tun” wird es ein begleitendes Musikprogramm geben. “Der Minimalismus hat in der modernen Musik immer schon eine große Rolle gespielt”, verwies Kunsthallen-Direktor Nicolaus Schafhausen etwa auf John Cage und seine Kompositionen. “Wir werden auch ein paar Veranstaltungen haben, die ein bisschen theoretischer und spröder angelegt sind”, meinte Schafhausen weiter: “Aber dafür sind wir ja da.”

Wie Klang zu Raum wird

Theoretisch wird es auch im Architekturzentrum Wien (AzW), wo man sich mit Bernhard Leitner der Frage widmet, “wie mit Klang Raum gemacht werden kann”, wie AzW-Direktor Dietmar Steiner erklärte. In Kooperation mit Peter Androsch und seiner “hörstadt” geht man dort außerdem akustisch bemerkenswerten Orten in und um das MQ nach.

Auch im Leopold Museum spielen Kooperationen eine große Rolle: Das Museum tut sich mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zusammen und wird unter anderem die Stiegen des Museums für die Nachwuchskünstler der Uni freigeben. Am 12. Juni zeigt das Leopold außerdem “feuerseele. sie kämpfte für den Frieden” von Maxi Blaha, das Stationen des Lebens der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner mit zeitgenössischer Musik unterlegt. Geplant sind außerdem eine Ausstellung zu Arnulf Rödler und einige klassische Konzerte. “Bei einer Matinee im September wird Rudolf Leopold selbst spielen”, berichtete Klaus Pokorny, Presseverantwortlicher des Leopold Museums.

Dschungel und Zoom machen mit

Den “Sounddschungel öffnen” will man dagegen im Dschungel Wien, wie Direktor Stephan Rabl schilderte. Immerhin gibt es hier auch abseits des “Summers of Sounds” einiges zu feiern: Das zehnjährige Bestehen soll unter anderem mit einer Öffnung aller Räume und Fenster zelebriert werden, um die Geräusche des Großstadtdschungels der Mariahilfer Straße jenen des Museumsquartiers gegenüberzustellen. Ein “Soundgarden” soll die Besucher außerdem zum Verweilen im Klosterhof einladen.

Das Zoom Kindermuseum stellt die kleinsten Gäste in den Vordergrund: Neben einem Fußballstadion, in dem passend zur Weltmeisterschaft in Brasilien Samba getanzt und Capoeira geturnt wird, sollen laut Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer auch eigene Instrumente aus Recycling-Materialien gebastelt und eigene Geschichten vertont werden. Workshops und ein Konzert für Eltern vervollständigen das Programm.

Popfest macht Abstecher ins MQ

Aber nicht nur die hauseigenen Institutionen wie auch das Quartier 21 und das Tanzquartier beteiligen sich am klangvollen Sommer: Für einen Tag übersiedelt das Popfest ins Museumsquartier, wie gewohnt wird es auch das Literaturfestival “O-Töne” und das Filmfestival “frame[o]ut” geben. Ein besonderes Highlight ist für MQ-Direktor Strasser auch die Öffnung des barocken Dachstuhls für einige ausgewählte Veranstaltungen: Bei “The Making of Österreich” (18. bis 21. September) wird unter anderem Austrofred zu sehen sein.

Den Abschluss des Sommers läutet am 25. September die elektronische Formation Gustav ein. Der Titel ihres aktuellen Albums ist dann auch gleich Programm: “Verlass die Stadt”.

(apa/red)

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