Süchtige wollten von afrikanischem Polizisten in U6-Station Drogen kaufen

In dieser U6-Station kam es zu dem Vorfall
In dieser U6-Station kam es zu dem Vorfall ©Wiener Linien/Johannes Zinner (Sujet)
Am Dienstagabend kam es in einer U6-Station in Wien-Brigittenau zu einem folgenreichen Zwischenfall. Im Glauben, sie hätten es bei einem dort wartenden Schwarzfrikaner mit einem Dealer zu tun, sprachen zwei Männer diesen an, um Drogen zu kaufen. Was sie nicht ahnten: Der Mann stand auf der anderen Seite des Gesetzes.

Kurz vor 20:15 Uhr traten die beiden Männer nahe der U6-Station Dresdner Straße in Wien-Brigittenau an den ihnen unbekannten Mann heran und fragten ihn nach Drogen.

Vermeintlicher Dealer war ein Polizist

Nachdem das Duo von dem Schwarzafrikaner auf ihr Ansinnen hin nur ungläubige Blicke erntete, warfen die beiden nach Angaben der Polizei enttäuscht eine volle Bierdose nach dem vermeintlichen Dealer und gingen weiter.

Bei dem Mann handelte es laut Polizeisprecher Roman Hahslinger jedoch um einen Polizeioffizier aus dem westafrikanischen Guinea, der wegen eines internationalen Kongresses in Wien zu Gast war. Er war in Zivil unterwegs. Sofort nach dem Vorfall verständigte er seine Wiener Kollegen.

Festnahme zweier Drogensüchtiger in U6-Station

Kurz darauf konnte eine Polizeistreife den 25-jährigen Philipp N. und den 30-jährigen Stefan G. anhalten, bei denen es sich um Angehörige des Suchtgiftmilieus handelte.

Die Beamten stellten bei der Perlustrierung fest, dass einer der Beschuldigten ein Fixiermesser bei sich hatte, obwohl gegen den Mann ein Waffenverbot bestand. Dieses wurde sichergestellt, die Verdächtigen wegen versuchter Körperverletzung angezeigt.

(apa/red)

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