Suchtmittel-Delikte in NÖ: Konsum und Verkauf illegaler Räuchermischungen

Diese Räuchermischungen fand man bei mehreren Personen in Niederösterreich
Diese Räuchermischungen fand man bei mehreren Personen in Niederösterreich ©LKA NÖ
Niederösterreichische Polizeibeamte wurden durch einen Hinweis auf den regen Handel mit sogenannten psychoaktiven Räuchermischungen aufmerksam. Mit den illegalen Substanzen, die um ein Vielfaches stärker wirken als Cannabis, wurde ein tausende Euro hoher Gewinn erzielt. Zahlreiche Jugendliche mussten nach dem Komsum ins Krankenhaus.

Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich (Ermittlungsbereich Suchtmittelkriminalität) und der Polizeiinspektion Krems an der Donau gingen einem Hinweis zum Verkauf von sogenannten Räuchermischungen nach, die dem Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetz unterliegen.

Verkauf in St. Pölten, Krems und Amstetten

Bei zeitgleich durchgeführten Erhebungen im Juli 2012 wurden mehrere Jugendliche beobachtet bzw. ausgeforscht, die in Geschäften in St. Pölten und Krems derartige Räuchermischungen erwarben. Im Zuge zweier gerichtlich angeordneter Durchsuchungen wurden in den Geschäften insgesamt rund 690 Gramm Räuchermischungen sowie etwa10. 150 Euro Bargeld sichergestellt.

Im Zuge der weiteren Erhebungen konnte festgestellt werden, dass derartige Räuchermischungen nicht nur in Krems und St. Pölten, sondern auch in einem Geschäft in Amstetten in Verkehr gesetzt wurden.

Gefährliche Räuchermischungen

Die Räuchermischungen sollen in den drei Geschäften jeweils in Mengen von zwei Gramm zu einem Preis von 25 Euro bzw. drei Gramm zu einem Preis von 35 Euro verkauft worden sein. Derartige Räuchermischungen dürften seit etwa drei Jahren in diesen Filialen in Verkehr gesetzt worden sein, wobei offenbar jeweils Umsätze bis zu 27.000 Euro pro Monat erzielt wurden.

Die bis dato ausgeforschten Abnehmer im Alter von 15 bis 26 Jahren aus dem Raum Krems und St. Pölten wurden teilweise mit Überdosierungen in Krankenhäuser eingeliefert bzw. sind teilweise noch in psychologischer Behandlung, weil sie unter Depressionen und Angstzuständen leiden. Dazu wird angemerkt, dass Räuchermischungen wesentlich stärker sind als herkömmliches Cannabis.

Anzeigen und Einvernahmen

Insgesamt wurden drei Verdächtige – ein 55-Jähriger und 62-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten-Land und ein 52-Jähriger aus Krems – den Staatsanwaltschaften St. Pölten und Krems zur Anzeige gebracht. Weitere 17 Personen wurden als Zeugen bzw. Konsumenten vernommen.

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