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Suche nach Heckenschützen

Die rätselhaften Todesschüsse im US-Staat West Virginia könnten nach Polizeiangaben mit Drogenhandel zusammenhängen.

Auf der Suche nach dem oder den Heckenschützen, die drei Menschen getötet haben, verfolge man zehn „solide“ Spuren, sagte der stellvertretende Polizeichef von Kanawha County, Phil Morris. Im Zuge der Ermittlungen hätten mehrere Befragte berichtet, dass in der Gegend um Campbell Creek, wo zwei der Opfer lebten, Amphetamine gehandelt würden, sagte Morris. Die Befragten hätten einen Zusammenhang mit den Morden vermutet.

Einzelheiten nannte Morris nicht. Ob die Opfer sich untereinander kannten, sei noch unklar, sagte er. Die drei Opfer waren in der vergangenen Woche auf offener Straße aus dem Hinterhalt erschossen worden. Seither geht in der Region die Angst vor einem Nachahmungstäter der Heckenschützen von Washington um.

Die drei Ermordeten, zwei Männer und eine Frau, wurden in der vergangenen Woche aus einer Entfernung von etwa 30 Metern erschossen, während sie am späten Abend an einer Tankstelle Benzin zapften, einen Einkauf am Kiosk tätigten oder per Handy telefonierten. Die Kugeln aus dem Hinterhalt trafen sie in Kopf und Nacken. Die Verbrechen weckten Erinnerungen an die Taten des Heckenschützen John Allen Muhammad und seines jugendlichen Komplizen Lee Boyd Malvo, die im Oktober im Großraum Washington 13 Menschen erschossen und sieben weitere verletzt hatten.

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