Sturm nimmt den SKN mit 5:1 auseinander

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Der Bundesliga-Tabellenzweite Sturm Graz hat auch das vierte und letzte Saisonduell mit dem abgeschlagenen Schlusslicht SKN St. Pölten gewonnen. Die Truppe von Trainer Heiko Vogel besiegte die Niederösterreicher in deren NV Arena vor 2.248 Zuschauern klar und hochverdient mit 5:1.

„Wir brennen darauf, endlich einmal zu zeigen, dass wir besser sind, als die Tabelle und die Statistiken sagen“, hatte St. Pöltens Außenverteidiger David Stec via Facebook-Site des SKN vor dem Spiel gegen Sturm Graz verkündigt. Just der 23-Jährige war es dann, der schon nach einer guten halben Stunde unfreiwillig für die vermeintliche Vorentscheidung für Sturm sorgte, als er bei einer Hereingabe von Jakob Jantscher den Ball nicht unter Kontrolle brachte und so dem einschussbereiten Sturm-Kapitän Deni Alar quasi am Silbertablett die 2:0-Führung für Sturm servierte, die jener dankend annahm. Zuvor hatte Sturms Solospitze Bright Edomwonyi in der siebenten Minute mit einem sehenswerten Soloantritt und einem satten Schuss ins lange Ecke für die schnelle 1:0-Führung der Steirer gesorgt.

Doch die St. Pöltner gaben sich auch nach dem zweiten Gegentor noch nicht ihrem Schicksal hin und kurz vor der Pause verkürzte „Sechser“ Babacar Diallo nach einem Eckball von Kapitän Michael Ambichl per Kopf auf 1:2 aus Sicht der Niederösterreicher. Dabei hatte Diallo eine Portion Glück, denn Sturms Innenverteidiger Lukas Spendlhofer fälschte den Ball für Keeper Jörg Siebenhandl unhaltbar ab. Kurz davor hatte SKN-Abwehrchef Michael Huber die 3:0-Führung verhindert, indem er sich in einen Schuss von Alar schmiss und jenen erfolgreich wegblockte. SKN-Goalie Christoph Riegler wäre schon geschlagen gewesen.

Nach der Pause hatten die St. Pöltner durch Diallo die erste Torchance, der die Freistoßflanke von Ambichl diesmal aus größerer Distanz nicht gefährlich platzieren konnte und auch kaum Druck hinter den Ball brachte. Anschließend stand binnen weniger Augenblicke gleich drei Mal Neo-Teamspieler Peter Zulj im Rampenlicht: Erst setzte er einen Freistoß, der allerdings leicht abgefälscht wurde, neben das Tor. Beim anschließenden Eckball war er ebenfalls gefährlich zur Stelle und als die St. Pöltner danach den Ball nicht rauszuspielen vermochten, tunnelte er erst Ambichl und bezwang dann mit einem schönen Distanzschuss ins lange Eck Riegler zum 3:1 (54.). Keine Viertelstunde später erhöhte Alar mit seinem zweiten Treffer (bzw. seinem 14. Meisterschaftstor) auf 4:1 für die Grazer und die Gegenwehr der St. Pöltner schwand minütlich. Nach einem Stangenkracher von St. Pöltens Eldis Bajrami (65.) quasi aus dem Nichts war dann in der 78. Minute der kurz zuvor eingewechselte Philipp Huspek zur Stelle, der nach einem Zulj-Assist völlig freistehend sein sechstes Saisontor zum 5:1 für Sturm erzielte. Anschließend ließen die Steirer die Partie mehr oder weniger auslaufen, hielten den Ball sehr sicher in ihren Reihen und die St. Pöltner gaben sich vollends ihrem Schicksal hin.

Bundesliga (28. Runde):

SKN St. Pölten – SK Sturm Graz 1:5 (0:1)

St. Pölten, NV Arena, 2.248 SR: Julian Weinberger

SKN St. Pölten: Riegler – Ingolitsch, Huber, Leite, Stec – Diallo – Bajrami, Ambichl, Rasner, Schütz – Riski (62. Atanga)

SK Sturm Graz: Siebenhandl – Koch, Spendlhofer Maresic, Schrammel – Jeggo, Zulj (78. Lovric) – Röcher (71. Huspek), Alar, Jantscher (74. Hierländer) – Edomwonyi

Torfolge: 0:1 Edomwonyi (7.), 0:2 Alar (34.), 1:2 Diallo (41. Kopf), 1:3 Zulj (54.), 1:4 Alar (58.), 1:5 Huspek (78.)

Gelbe Karten: Huber (57. Foul) bzw. Röcher (50. Foul)

Die Besten: Rasner bzw. Maresic, Zulj, Alar

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