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Strom aus Vorarlberg: Wenig Wasser und steigende Preise

Der trockene Sommer tut sein Übriges, die Strompreise steigen auch so.
Der trockene Sommer tut sein Übriges, die Strompreise steigen auch so. ©VKW/VOL.AT/Hartinger
Unter dem trockenen Wetter leiden nicht nur die Landwirtschaft, auch die Stromerzeuger spüren den Rückgang am Zufluss. Im Jänner werden die Strompreise jedoch aus anderen Gründen steigen.

Der trockene Sommer hinterlässt seine Spuren: In den Bergregionen sorgte der fehlende Niederschlag für Wassermangel, Bergbauern vertrocknete das Gras und Futter musste zugekauft werden. Aufgrund des fehlenden Zuflusses ist der Bodensee auf einem Tiefststand – und auch in den Kraftwerken merkt man den Rückgang an Wasser.

Genug Wasser in Stauseen

Vonseiten der Illwerke VKW beruhigt man jedoch: “Der Jahreszufluss zu den meisten großen Speichern reicht aus, um diese mehrfach zu füllen. Insofern weisen die Jahresspeicher unabhängig von der niederschlagsarmen Zeit einen für die Jahreszeit typischen hohen Pegel von rund 80 Prozent auf”, erklärt Sprecher Andreas Neuhauser gegenüber VOL.AT. Durch den schneereichen Winter 2017/18 hatte man in der ersten Jahreshälfte mehr Wasser als üblich, dies entspannt die Situation.

Produktion unter Vieljahresschnitt

Das fehlende Wasser merkt man vor allem in den Fließkraftwerken. In den Speicherkraftwerken wirkt sich das trockene Wetter in erster Linie auf die Anzahl der Einsatzstunden aus, weniger auf deren Wirkungsgrad. “In den VKW-Kraftwerken lag die Erzeugung deutlich unter dem langjährigen Mittel”, räumt Neuhauser ein. Hier handle es sich jedoch um gewöhnliche Schwankungen, die in anderen Jahren wieder ausgeglichen werden.

Steigende Energiepreise

Gleichzeitig steigen die Preise für Energie. Nicht nur aufgrund des nahenden Winters, sondern auch allgemein. Laut der österreichischen Energieagentur sind die reinen Strompreise vor Steuer aktuell um 39 Prozent über dem Wert von November 2017, bei Gas sind es 51 Prozent und damit auf einem Niveau wie vor vier Jahren. Zumindest der Strompreis trifft die Endkunden nur bedingt, der Großhandelspreis macht nur gut ein Drittel des Strompreises aus neben Steuern und Infrastrukturkosten.

Preistreiber CO2-Zertifikat

Grund für die steigenden Energiepreise sind vielfältig: Eine gute Konjunktur sichert die Nachfrage, Preistreiber wie teurer gewordene CO2-Zertifikate auf dem Rohstoffmarkt und auch die Energiewende hat ihren Preis. Schließlich liefern Sonne und Wind zwar günstigsten Strom – in dunklen und windarmen Zeitabschnitten müssen Gas-, Kohle- und Ölkraftwerke einspringen, deren Standby-Phasen wie auch die Stromproduktion gutes Geld kosten. Insgesamt steigen die Stromkosten daher, trotz Ausbau erneuerbarer Energien.

Preissteigerungen mit Jänner

Für die Illwerke VKW ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sorgen die steigenden Energiepreise auf dem Großmarkt für einen geringeren Kostendruck auf die eigenen Kraftwerke. Auf der anderen Seite müssen die gestiegenen Kosten beim Einkauf von Strom auch weitergegeben werden. “Die VKW wird mit 1. Jänner die Energiepreise für Haushalts- und Gewerbekunden anpassen müssen”, bestätigt Neuhauser. Da jedoch Netzentgelte, Steuern und Abgaben eher sinken statt steigen werden, wird auch der Gesamtstrompreis nicht im selben Ausmaß steigen wie auf dem Großhandelsmarkt.

 

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