Streit zwischen Ungarn und USA weiter verschärft

Die Fronten zwischen Ungarn und den Vereinigten Staaten verhärten sich weiter. Der Grund ist das wegen Korruptionsvorwürfen von den USA gegen ungarische Staatsbürger verhängte Einreiseverbot, das auch die Chefin der ungarischen Steuer- und Zollbehörde (NAV), Ildiko Vida, betrifft.


Der Staatssekretär im ungarischen Justizministerium, Robert Repassy, kritisierte laut Klubradio vom Dienstag die USA: Wer solch schwere Vorwürfe mache, der müsse diese auch beweisen.

Sicher gebe es in den USA Gesetze, die zum Beispiel ein Gefangenenlager wie Guantanomo ermöglichten. Doch Budapest sei nicht Guantanamo, betonte Repassy. Ohne Beweise dürfte in einem Rechtsstaat niemand angeklagt werden.

Bereits am Montag hatte der Fraktionschef der rechtskonservativen Regierungspartei Fidesz-MPSZ, Antall Rogan, im Parlament den Geschäftsträger der US-Botschaft in Budapest, Andre Goodfriend, angegriffen und dessen “Glaubwürdigkeit” infrage gestellt. Die USA müssten endlich anstelle des Geschäftsträgers einen Botschafter nach Ungarn entsenden, der “mit dem entsprechenden Gewicht und der entsprechenden Fundiertheit die amerikanischen Interessen in Ungarn vertreten kann.”

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