Streik - Mehrkosten für Vorarlberger Wirtschaft

Im Ländle gibt es keine bahn-abhängige Schwerindustrie, dennoch muss der via Bahn abgewickelte Wirtschaftsverkehr auf der Straße abgewickelt werden.

Insbesondere im Kombi-Verkehr würden – abgesehen von den zusätzlichen Kosten – schön langsam die Fracht-Kapazitäten knapp, betonte Gerhard Amann, Geschäftsführer der Fachgruppe Güterverkehr in der Wirtschaftskammer (WK) Vorarlberg, im APA-Gespräch. Generell will die Ländle-WK erst nach Streikende bei den Mitgliedsbetrieben die Auswirkungen erheben, informierte WK-Pressesprecher Andreas Scalet.

Amann verwies auf das in Vorarlberg generell gute Verhältnis zur Bahn – sowohl im Personen- wie im Güterverkehr. Durch den Streik kämen aber beispielsweise der Containerdienst Hämmerle in Bludenz oder andere Spediteure und Großfrächter zum Handkuss, weil kurzfristig alles per Lkw abgewickelt werden muss. Amann: „Für einen Waggon braucht man drei Lkw“. Ein großer Teil des Wirtschaftsverkehrs von Vorarlberg nach Ostösterreich sei in den vergangenen Jahren auf die Bahn verlagert worden, „dafür werden wir nun hart bestraft“, bedauerte Amann und wünschte sich ein möglichst rasches Ende des Eisenbahnerstreiks

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