Streik der Lufthansa-Flugbegleiter in Frankfurt: Bisher ein Wien-Flug annulliert

Wegen des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter fallen am Freitag Flüge aus
Wegen des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter fallen am Freitag Flüge aus ©EPA
Der Flugbegleiter-Streik in Frankfurt hat auch für nach Österreich Reisende erste Konsequenzen: Freitagfrüh fiel zunächst ein Flug nach Wien aus. Der Streikzeitraum soll bis 13:00 Uhr andauern. Alle anderen Flüge in die Bundeshauptstadt und Landeshauptstädte gehen nach derzeitigem Stand der Dinge planmäßig vonstatten.
Der Streik in Frankfurt

Wie aus der Homepage des Frankfurter Flughafens hervorgeht, ist von der Arbeitsniederlegung der Flugbegleiter bei der Lufthansa in Frankfurt am Freitag zumindest ein Flug nach Wien betroffen.. Demnach wurde der Flug in die Bundeshauptstadt, der um 08.45 Uhr von Frankfurt starten sollte, gestrichen. Alle anderen Flüge nach Österreich, etwa jener nach Salzburg um 08.35 Uhr oder jener nach Graz um 12.10 Uhr sowie alle übrigen Wien-Flüge scheinen dagegen bisher nicht vom Streik betroffen.

Diese Flüge fallen aus

Mit langen Schlangen vor den Umbuchungsschaltern hat am Freitag in der Früh am Frankfurter Flughafen der erste Streiktag der Lufthansa-Flugbegleiter begonnen. Die Anzeigetafeln im Terminal 1 gaben den Ausfall von Lufthansa-Flügen mit Zielen in Deutschland und Europa bekannt.

Gestrichen waren zum Beispiel Verbindungen nach Hamburg, Berlin, Zürich, London und Rom – aber auch einer nach Wien. Rund drei Viertel der Lufthansa-Maschinen sollten aber planmäßig abheben. Trotz des Streiks herrschte in den Terminals am größten deutschen Flughafen kein Chaos. Vom Streik überrascht waren die meisten Reisenden nicht.

So läuft der Lufthansa-Streik ab

Die Stewardessen und Stewards legen ihre Arbeit am Freitag von 5.00 Uhr morgens bis 13.00 Uhr MESZ nieder. Die Flugbegleiter streiken unter anderem für höhere Löhne. Viele Passagiere müssen mit Verzögerungen und Ausfällen rechnen. Man könne im Zeitraum des Streiks 32 geplante Hin-und Rückflüge, insgesamt 64 Flüge, nicht anbieten, sagte Lufthansa-Sprecher Jan Bärwalde der Nachrichtenagentur dpa am frühen Freitagmorgen. Das entspreche etwa 25 Prozent der für diesen Zeitraum geplanten Flüge.

Eine laufend aktualisierte Liste der gestrichenen Flüge finden Fluggäste ab Freitagmorgen auf der Internetseite der Lufthansa, hieß es. Die Lufthansa ist das größte europäische Luftfahrtunternehmen. Zum Konzern gehört auch die österreichische Austrian. Frankfurt ist das wichtigste Drehkreuz der Lufthansa.

Auch für danach keine Entwarnung

Die Flugbegleiter könnten nach dem achtstündigen Streik bereits am Wochenende erneut in den Ausstand gehen. “Da kann ich tatsächlich keine Entwarnung geben”, sagte der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation), Nicoley Baublies, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstagabend. “Unsere zentrale Streikleitung ist da ganz autark. Die planen im Hintergrund, wie es weitergeht.” Es handelt sich um den ersten Streik des Kabinenpersonals in der Geschichte der Lufthansa. “Wenn ich die Zeichen der Lufthansa richtig deute, wird es wohl nicht der letzte gewesen sein”, so Baublies.

Die Gewerkschaft hatte am Dienstag nach dem Scheitern langwieriger Verhandlungen den Streik ausgerufen, dem die Mitglieder schon im Voraus zugestimmt hatten. Ufo hat in den seit 13 Monaten andauernden Verhandlungen nach drei Jahren Nulllohnrunden neben fünf Prozent höheren Entgelten unter anderem das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs verlangt. Die Lufthansa plant hingegen mittelfristige Einsparungen bei den Personalkosten und will dafür unter anderem die Beförderungsstufen strecken.

(apa/red)

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