Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Strafverfahren gegen Wiener Kinderkrebsarzt Zoubek

Gegen den Wiener Kinderkrebsarzt Andreas Zoubek ist am Bezirksgericht Wien-Josefstadt ein Strafverfahren wegen Weitergabe von Doping-Präparaten anhängig.

Da die Ermittlungen der “Soko Doping” keinen Beweis erbrachten, dass der Mediziner noch nach Inkrafttreten des Anti-Doping-Gesetzes im August 2008 verbotene Mittel in Verkehr gesetzt hätte, kamen in diesem Fall die Strafbestimmungen dieses Gesetzes nicht zum Tragen. Zoubek muss sich daher lediglich wegen Verstoßes gegen das Arzneimittel-Gesetz verantworten.

Zoubek soll Doping-Präparate an Triathleten verkauft haben

Der Arzt und begeisterte Hobby-Triathlet – in Sportlerkreisen war er als “Iron Doc” bekannt – soll dem Strafantrag zufolge 2006 bzw. 2007 der ehemaligen Triathletin Lisa Hütthaler zweimal EPO verkauft haben. Deren Ex-Lebensgefährte Michael D. wurde als Beitragstäter mitangeklagt, da er einerseits mitgeholfen haben soll, Hütthaler das EPO zu verabreichen, und zudem selbst einem im Strafantrag namentlich genannten weiteren Triathleten EPO beschafft haben dürfte.

St. Anna Kinderspital: Zoubek arbeite für Triathleten ohne Entgeld

Darüber hinaus wird Zoubek Untreue und Diebstahl zulasten seines Arbeitgebers, des St. Anna Kinderspitals, angekreidet. Die inkriminierte Untreue bezieht sich auf über 30 Blut- und Ultraschalluntersuchungen, die der Arzt im Krankenhaus im Zeitraum von über drei Jahren bei zwei Triathleten durchführte. Ihm wird vorgeworfen, diese Leistungen nicht verrechnet zu haben.

Der damit angerichtete Schaden hielt sich aber in Grenzen, wie die Staatsanwaltschaft einräumen muss: Die Blutuntersuchungen hätten, wären sie bezahlt worden, keine 200 Euro gekostet. Ähnlich stellt sich die Situation in Bezug auf den angeklagten Diebstahl dar. Zoubek wird beschuldigt, sich im St. Anna Kinderspital Eisenpräparate zugeeignet und diese “nicht mehr feststellbaren Personen” (Strafantrag) verabreicht zu haben. Konkret soll Zoubek, für den die Unschuldsvermutung gilt, 18 Packungen Ferrlecit “abgezweigt” haben.

Kinderarzt Zoubek bekannte sich nicht schuldig

Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit haben am Bezirksgericht Josefstadt bereits zwei Verhandlungen stattgefunden, in denen sich der Mediziner nicht schuldig bekannt hat. Der nächste Verhandlungstermin wird voraussichtlich im September stattfinden. Richterin Margaretha Richter wird dann den im Vorjahr nach dem Anti-Doping-Gesetz zu 15 Monaten teilbedingter Haft verurteilten Ex-Sportmanager Stefan Matschiner zeugenschaftlich befragen. Andreas Zoubek und Michael D. drohen im Fall von Schuldsprüchen maximal sechs Monate Haft.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Strafverfahren gegen Wiener Kinderkrebsarzt Zoubek
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen