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Straßenbahnen in Wien: Sicherheit beim Ein- und Aussteigen

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit hat in Zusammenarbeit mit den Wiener Linien Unfälle beim Ein- und Aussteigen in die bzw. aus den Straßenbahnen untersucht. Ergebnis: Die Unfallgefahr ist gering.

Die Wiener Landesstelle des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hat in Kooperation mit den Wiener Linien das Unfallgeschehen beim Ein- und Aussteigen in beziehungsweise aus den Wiener Straßenbahnen untersucht. Für die Jahre 2006 und 2007 wurden im Rahmen der KfV-Studie rund 300 Unfälle, die beim Ein- oder Aussteigen eines Fahrgastes passiert sind, analysiert. „Hauptziel der Studie war, mit Hilfe einer Unfallanalyse genaue Informationen über Hergang und Ursache zu erhalten“, erklärte DI Klaus Robatsch, KfV-Leiter der Regionen Wien, Niederösterreich und Burgenland. „Eine detaillierte Bestandsaufnahme der Unfälle ist die wichtigste Basis dafür, konkrete Maßnahmen zu entwickeln um derartige Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern“, sagt Robatsch weiter.

Die KfV-Studie hat ergeben, dass vor allem ältere weibliche Fahrgäste (65+) von Unfällen betroffen sind und dass die meisten Unfälle beim Einsteigen passieren.

Generell ist die Wahrscheinlichkeit beim Ein- oder Aussteigen zu verunfallen äußerst gering: Ein Fahrgast müsste statistisch gesehen ungefähr 13.700 Jahre lang einmal am Tag Straßenbahn fahren, um in einen Unfall verwickelt zu werden.

Im Zuge der KfV-Studie hat sich gezeigt, dass die Gruppe der über 65-Jährigen besonders von Unfällen betroffen ist: So entfallen 65 Prozent der Unfälle beim Ein- und Aussteigen auf diese Altersgruppe, obwohl ihr Gesamtanteil an allen Fahrgästen nur 14 Prozent beträgt. Im Vergleich zu anderen Altersgruppen verunfallen vor allem ältere weibliche Fahrgäste: In den Jahren 2006 und 2007 kam es zu rund 120 Vorfällen mit weiblichen Fahrgästen in der Altersgruppe der über 65-Jährigen. Bei den männlichen Fahrgästen lag die Zahl bei 28 Unfällen. Am vergleichsweise wenigsten passierte (19 Unfälle) in der Altersgruppe der 0– bis 34-Jährigen Fahrgäste. Die Gründe, warum es vor allem weibliche Fahrgäste trifft, sind vielschichtig. Zum einen findet man sie in der demographischen Entwicklung: Frauen erreichen ein höheres Alter als Männer und sind länger mobil. Zudem sind Männer länger und bevorzugt im motorisierten Individualverkehr unterwegs als Frauen.

Vergleicht man die Anzahl der Unfälle beim Einsteigen mit denen beim Aussteigen, so rangiert das Einsteigen mit 69 Prozent eindeutig vor dem Aussteigen mit 31 Prozent. „Dieses Ergebnis lässt sich unter anderem damit erklären, dass Fahrgäste manchmal versuchen, buchstäblich in letzter Sekunde in die Straßenbahn zu gelangen. Es liegt auf der Hand, dass es in so einer Situation schneller zu einem Sturz kommt, als beim Aussteigen“, weiß Robatsch.

Betrachtet man die Verletzungsursachen, so zeigt sich, dass die meisten Verletzungen (51%) aufgrund von Eigenverschulden des Fahrgastes passieren. 27 Prozent der Verletzungen entstehen aufgrund von Einklemmen, fünf Prozent aufgrund eines Türstoßes und drei Prozent aufgrund von Mitschleifen.

Auch wenn die KfV-Studie gezeigt hat, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Fahrgast sich beim Ein- oder Aussteigen in die bzw. aus den Wiener Straßenbahnen zu verletzen sehr gering ist, werden das KfV und die Wiener Linien umgehend konkrete Maßnahmen setzen, um die aufgezeigten Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Hierbei werden sich beide Institutionen vor allem auf die Altersgruppe der über 65-Jährigen konzentrieren.

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