Strache will Dschihad gegen Autofahrer in Wien mit Kreuzzug verhindern

Direkt nach seiner Wiederwahl freut sich Obmann Heinz-Christian Strache über 99,21 Prozent der Stimmen.
Direkt nach seiner Wiederwahl freut sich Obmann Heinz-Christian Strache über 99,21 Prozent der Stimmen. ©APA/ Andreas Pessenlehner
Heinz-Christian Strache wurde am Sonntag beim Landesparteitag in der Wiener Hofburg mit 99,21 Prozent der Stimmen bestätigt. Aufsehenerregend war sein Sager über über den "Dschihad gegen Autofahrer" in Wien, gegen den man einen "Kreuzzug" führen müsse.

Unter dem Motto “Aus Liebe zur Heimat! Auf dem Weg zur stärksten und bestimmenden Kraft” stand der 33. Landesparteitag der FPÖ am Sonntag. Bundesparteichef Heinz-Christian Strache stellte sich im Zuge der Veranstaltung seiner Wiederwahl als Wiener Landesparteiobmann. Die Latte liegt durchaus hoch: Vor zwei Jahren konnte er 99,12 Prozent der Delegiertenstimmen hinter sich versammeln. Dieses Ergebnis konnte er jedoch übertreffen und bekam heuer sogar 99,21 Prozent der Stimmen.

“Dschihad gegen Autofahrer” mit “Kreuzzug” verhindern

Thematisiert wurden auf dem Landesparteitag  hauptsächlich die “Grausamkeiten” der rot-grünen Stadtregierung, auch die von der FPÖ initiierte Unterschriftensammlung für eine Volksbefragung zum Wiener Parkpickerl wurde angesprochen. In diesem Zusammenhang verwendete Strache die Formulierung “Dschihad gegen Autofahrer”. Gegen diesen müsse man einen “Kreuzzug” führen, hieß es in seiner Rede weiter.

Eineinhalb verlorene Jahre durch Rot-Grün

Auch Johann Gudenus hielt beim Wiener Parteitag eine Rede. Er bezeichnete die eineinhalb Jahre, in denen Rot-Grün in Wien regiert, als “verlorene Jahre”, die sich so zusammenfassen  ließen: “Machtmissbrauch, Freunderlwirtschaft Abzocke, Steuergeldverschwendung, linkslinke Ideologie, Inländerfeindlichkeit, Verrat am Wähler und Wählertäuschung.” Diese verlorene Zeit habe die FPÖ aber nutzen können, um sich für die Wiener Bürger einzusetzen, so Gudenus weiter.

Strache stärkte auch Graf bei Parteitag den Rücken

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat Sonntag am Wiener FPÖ-Parteitag dem Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf den Rücken gestärkt. Er verurteilte die “mediale Vorverurteilung” und konstatierte: “Es ist eine Treibjagd, die wir erleben mussten.” Ausführlich ging Strache vor allem auf den Vorwurf ein, Graf habe fälschlicherweise als Rechtsanwalt bei zwei Nationalratswahlen kandidiert.

Laut Strache hat Graf jedoch keine falschen Angaben gemacht: “Wir haben am Wochenende alle Akten und Unterlagen durchsucht. Und natürlich sind wir fündig geworden.” Aufgetaucht sind laut Strache nämlich die betreffenden Kandidatenformulare. Graf habe sich korrekt als Rechtsanwaltsanwärter bezeichnet. Wo der Fehler dann passiert sei, bei den Behörden oder wo anders, sei nicht mehr verifizierbar. Auch FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky verteidigte Graf in seiner Rede. (APA/ Red.)

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