Start zum Neubau der Bahnbrücke über den Rhein bei Lustenau

Lustenau - Die ÖBB beginnen mit den Vorarbeiten zum Neubau der Rheinbrücke zwischen Lustenau und St. Margrethen (Kanton St. Gallen).
Start der Vorarbeiten

Die neue, 275 Meter lange Eisenbahnbrücke, die bis Mitte 2013 entstehen soll, wird ein Mehr an Hochwassersicherheit bieten, die Anrainer in punkto Lärm entlasten und schnellere Zugfahrten zulassen, informierte am Dienstag ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel. Die Kosten für den Rohbau der Brücke bezifferte er mit rund elf Millionen Euro.

Die neue ÖBB-Rheinbrücke wird gegenüber der bestehenden um zwei Meter angehoben und die Trassenführung um zwölf Meter in Richtung Süden verschoben. Sie besteht aus Vorlandbrücken auf der österreichischen und der Schweizer Seite sowie aus der Hauptbrücke, mit der der Fluss überquert wird. Die Hauptbrücke wird als 102 Meter lange und 800 Tonnen schwere Bogenbrücke ausgeführt, laut Zumtobel überzeugt dabei die Architektur “durch die interessante Mischung aus Beton und Stahl”. Projektpartner der ÖBB sind das Land Vorarlberg und das Schweizer Bundesamt für Verkehr.

Nach Angaben des Pressesprechers werden nach der Einrichtung der Baustellenflächen in einem ersten Schritt die Rheinaußendämme um einen halben Meter erhöht sowie das Rheinvorland für die Bauphase um eineinhalb Meter abgesenkt. Zur Errichtung der ersten Tragwerke im Rheinvorland soll die Niederwasserperiode des Rheins ausgenützt werden.

“Bis zum Frühjahr sollen sechs Vorlandtragwerke fertig sein”, sagte Projektleiter Karl Hartleitner. Im Rahmen der Fundamentierungsarbeiten werden Bohrpfähle bis zu 20 Meter in die Tiefe gesetzt. Für jedes Tragwerk sind zwischen zwölf und 24 Einzelbohrungen notwendig, womit am Ende rund 120 Bohrpfähle für die Stabilität des Gesamtbauwerks sorgen. Mit der Fertigstellung des Bogenbrückentragwerks ist bis November 2012 zu rechnen, ehe Mitte 2013 alle Arbeiten abgeschlossen sein sollen.

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