Städtebaulicher Meilenstein: Beschluss zum neuen Hohenemser Rathaus gefallen!

So wird sich der nördliche Eingang zum Hohenemser Stadtzentrum ab 2025 präsentieren.
So wird sich der nördliche Eingang zum Hohenemser Stadtzentrum ab 2025 präsentieren. ©ARGE Schadenbauer – Swiss Town Consult
Mehrheitlich mit 27:9 Stimmen (Gegenstimmen: 3 ÖVP, 4 Ems isch üsr, 1 Steinbruch-Gegner, 1 SPÖ) wurde in der Stadtvertretung am 21. Dezember 2021 mehrheitlich beschlossen, das von einer Jury einstimmig ausgewählte Projekt der Berktold Weber Architekten ZT GmbH umzusetzen.

Auf dem Rosenthal-Areal entsteht das neue „RathausQuartier“, das als Anker der nördlichen Innenstadt Wohnen, Arbeiten, Kultur und Einkaufen vereint – das größte städtebauliche Projekt der kommenden Jahre! Kern und Namensgeberin dieses Quartiers wird das neue Hohenemser Rathaus sein, welches die städtische Verwaltung an einem Punkt, an der Kreuzung der Diepoldsauer Straße und Radetzkystraße, zentriert. Das neue Rathaus – das mit der Generalplanung betraute Büro Philipp Berktold und Helena Weber ist mit seinem Entwurf als Sieger eines EU-weiten Wettbewerbs hervorgegangen – wird ein „Stadtbaustein“ an städtebaulich markanter Position: Es wird mit seinem einladenden Erdgeschoß und dem Stadtgarten als „Stadtrezeption“ für alle dienen – also schlicht und einfach „Willkommen“ heißen. Ein neuer Stadtgarten mit Rathausplatz wird schwellenlos und fließend in eine übersichtliche Eingangshalle übergehen. Zudem wird die nördliche Einfahrt in den historischen Stadtkern mit seiner Begegnungszone klar definiert.

Die Stadtvertretung hat in ihrer letzten Sitzung des ausgehenden Jahres 2021 den Beschluss für das Rathaus gefasst. Bürgermeister Dieter Egger freut sich: „Die Innenstadt von Hohenems hat sich zu einem Juwel entwickelt. Jetzt folgt ein weiterer wichtiger Schritt in der Stadtentwicklung. Am Eingang zur historischen Innenstadt entsteht ein Quartier, welches städtebaulich und architektonisch willkommen heißt. Ein weiterer Meilenstein in der Stadtentwicklung, geprägt durch eine starke öffentliche Nutzung mit dem neuen, einladenden Rathaus samt öffentlicher Tiefgarage, einem öffentlichen Park, Geschäften und Cafés, dem Literaturhaus Vorarlberg sowie einem neugestalteten Straßenraum als Begegnungszone!“

Ein Rathaus als Vorzeigeprojekt für ökologisches, nachhaltiges Bauen

Das energieeffiziente Gebäude in ökologischer Holzhybridbauweise markiert einen nördlichen, einladenden und besucherfreundlichen Zugang zum Stadtzentrum und den Beginn einer Begegnungszone, welche auch den Straßenraum umfasst.

Neben dem Grundstoff Holz sollen für das neue Rathaus hauptsächlich Baustoffe verwendet werden, die wiederverwertbar sind. Deshalb wird hier nicht nur nach den Kriterien des Kommunalgebäudeausweises (KGA), sondern auch nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip gebaut. Zudem werden möglichst energiesparende Heiz- und Kühlsysteme eingesetzt. Die Mitte des sechsgeschossigen Rathauses bleibt durchgehend frei, natürliche Durchströmung und somit gute Durchlüftung und Nachtauskühlung sind das Resultat. Bis auf die Forstverwaltung, die Stadtwerke und den Werkhof werden dann sämtliche städtischen Abteilungen auf 2.030 Quadratmetern Nettoraumfläche und Platz für über 80 Arbeitsplätze, in einem Gebäude vereint.

Die Jury hatte sich nach einem zweiphasigen Realisierungswettbewerb unter letztlich 17 eingereichten Projekten entschieden: „Das neue Rathaus wird sich sehr gut in das neue städtische Gefüge an diesem Ort eingliedern und den gewollten Kontrapunkt zum historischen Zentrum von Hohenems bilden, die Marktstraße weiter beleben und in der Bedeutung steigern. Und so wie früher in unserer Region der Stein einem Gebäude den öffentlichen Charakter verlieh, ist es heute der nachwachsende Rohstoff Holz, der an seine Stelle tritt“, heißt es in der Begründung.

Der voraussichtliche Baubeginn für das neue Hohenemser Rathaus ist Mitte 2023; die Fertigstellung ist für Anfang 2025 angesetzt.

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