Stadt Salzburg einem neuen Hallenbad so nah wie noch nie

Zumindest seit den 1980er Jahren versprechen Salzburgs Kommunalpolitiker den Neubau eines Hallenbades, jetzt dürfte die enorme Geduld des Wahlvolkes belohnt werden: Am kommenden Montag ist das Projekt Thema im Stadtsenat.

Ein neues Hallenbad für die Salzburger? Zumindest zwei Varianten hat die Magistratsdirektion im Amtsbericht vorgeschlagen: Bei beiden muss zunächst ein provisorisches Ersatzbad errichtet werden, und zwar ziemlich sicher auf einem Teil der Liegewiese des Freibades Alpenstraße (Aya-Bad). Dieses soll später für die Vereins- und Schul-Nutzung weiterbestehen. Um rund 31 Mio. Euro könnte dann am alten Standort die kleinere Lösung in fünf Jahren verwirklicht sein, die größere um knapp 42 Mio. Euro wäre erst zwei Jahre später fertig. Und alleine der Kosten wegen wird es die billigere Lösung geben, sowohl SPÖ und ÖVP, die zusammen über eine solide Mehrheit im Gemeinderat verfügen, haben sich gegenüber der APA bereits festgelegt.

Der Amtsbericht weist allerdings auf einige Nachteile bei dieser Lösung hin. In der Badelandschaft könnten die unterschiedlichen Nutzungsbereiche nicht gut getrennt werden, was aber laut “den Fachmeinungen” “unbedingt anzustreben” wäre. “Insgesamt wird … bei dieser Variante nicht das Optimum erreicht. Der Badebereich ist … eindeutig zu klein dimensioniert, auch das Problem der geringen Parkplätze erscheint problematisch”, heißt es im Amtsbericht. Die geplante Tiefgarage sieht rund 110 Stellplätze vor, was “keine wirtschaftliche Größe” darstelle.

“Ich denke, es wird die Variante 1”, sagte am Freitag Bürgermeister Heinz Schaden (S). “Wir müssen jetzt schon mit den Füßen am Boden bleiben.” In seiner Funktion als Finanzreferent hat er bereits 27 Mio. Euro für diese Lösung in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen, er möchte das Projekt im Herbst parallel zum Budget auf den Weg schicken. Für den Betrieb der Garage gebe es sehrwohl Interessenten. Insgesamt gab sich Schaden recht zuversichtlich, dass das Vorhaben nach mehreren geplatzten Plänen in der Vergangenheit dieses Mal wirklich realisiert wird.

Baustadträtin Claudia Schmidt (V) hat sich sogar im Amtsbericht schon für die kleine Lösung ausgesprochen. Die Garage ist auch für sie kein Problem, eine Gesellschaft sei schon interessiert. Außerdem könne man so planen, dass die Garage bei späterem Verkauf des Kurhauses noch vergrößert werde, sagte sie.

Mit einer Entscheidung ist am kommendem Montag allerdings noch nicht zu rechnen. Das haben beide am Freitag schon angekündigt.

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