Sprengstoffanschlag auf jüdische Gemeinde in Malmö

Auf das Gemeindehaus der jüdischen Gemeinde in Malmö ist in der Nacht auf Freitag ein Sprengstoffanschlag verübt worden. An dem Gebäude wurde lediglich die Tür beschädigt, verletzt wurde niemand. Die Polizei hat zwei Personen festgenommen. Sie geht von weiteren Tätern aus, da Zeugen zwei Fahrzeuge gesehen hatten, die sich schnell vom Tatort entfernt hatten.


In der Vergangenheit hatte es gegen die jüdische Gemeinde in Malmö wiederholt Drohungen und Gewalt gegeben, die vor allem Muslimen zugeschrieben werden. “Ich bin nicht überrascht”, sagte Björn Lagerbäck, Vorsitzender des Malmöer Dialogforums, der Nachrichtenagentur TT. “Es gibt Spannungen sowie ethnische und religiöse Konflikte in der Stadt.”

Das Problem ist seit langem bekannt. Im Dezember 2009 warnte das Simon Wiesenthal Center Juden vor Reisen in die südschwedische Stadt. Im April war die Sondergesandte des US-Außenministeriums zur Bekämpfung von Antisemitismus, Hannah Rosenthal, wegen der wiederholten Ausschreitungen gegen Juden in Malmö nach Schweden gereist. In Gesprächen mit Malmös Bürgermeister Illmar Reepalu und dem schwedischen Integrationsminister Erik Ullenhag zeigte sie sich besorgt über die Situation der Juden in Schweden.

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