Sprachförderung: Unmut in Wien

Unmut über neue Berechnungsbasis für Sprachförderung
Unmut über neue Berechnungsbasis für Sprachförderung ©Bilderbox
Im Zusammenhang mit der sprachlichen Frühförderung von Kindern, die es 2012 wieder geben soll, regt sich Unmut in Wien. Der vorgeschlagene Verteilungsschlüssel würde für Wien nämlich 600.000 Euro weniger bedeuten, erklärte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (S) gegenüber dem "Standard" (Mittwochausgabe).

Aus dem Integrationsstaatssekretariat hieß es indes, in den nächsten Tagen solle eine letzte Detailabstimmung stattfinden.Zuletzt war in den Verhandlungen noch offen, nach welchem Schlüssel die Kostenaufteilung unter den Ländern erfolgen soll. “Geht es nach dem derzeitigen Entwurf, dann soll Wien 600.000 Euro weniger bekommen als bisher”, so Oxonitsch. “Das wäre eine deutliche Verschlechterung.” Oxonitsch befürchtet, dass Wien im kommenden Jahr nur noch 1,12 Mio. erhalten könnte.

Berechnungsbasis für Sprachförderung hat sich verändert

Bisher war laut “Standard” die Anzahl der außerordentlichen Schüler Basis für die Berechnung des jeweiligen Länder-Anteils, der neue Entwurf sieht die Zahl aller Drei- bis Sechsjährigen als Grundlage für den Verteilungsschlüssel vor. Das bedeute, dass Wien im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern weniger Gelder erhalte, meint Oxonitsch. Das Staatssekretariat habe einen Verhandlungsentwurf auf den Tisch gelegt, der diesen neuen Verteilungsschlüssel zum Inhalt hatte.

Salzburgs Landeschefin Gabi Burgstaller (S), derzeit Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (V) betonten zuletzt nach einem Arbeitsgespräch zum Bereich Integration via Aussendung, dass in den Verhandlungen mit den Ländern bereits in fast allen Punkten eine Einigung erzielt worden sei – so etwa über Controlling, Zweckwidmung oder eine künftige Evaluierung.

Der Städtebund befürwortete unterdessen in einer Aussendung die Weiterführung der sprachlichen Frühförderung. Man appelliere aber an die Verantwortlichen, die frühkindliche Sprachförderung als eine Dauerlösung zu verankern, meinte Generalsekretär Thomas Weninger. Der Städtebund wünsche sich zudem eine “intensivere Einbindung der Städte und Gemeinden bei der Verteilung der finanziellen Ressourcen für die Sprachförderung”. 

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