SPÖ will Regelung für Topmanager-Gehälter vor Wahl

Die SPÖ will noch vor der anstehenden Nationalratswahl im Herbst das Aktienrecht ändern, um Exzesse bei Top-Managergagen zu verhindern. "Wenn es nach uns geht, können wir das noch vor der Wahl beschließen", sagte Finanzstaatssekretär Schieder im APA-Gespräch.

“Nur wenn es einem Unternehmen gut geht, sollte es einen fetten Bonus für die Vorstände geben.” Österreich solle die Vorschläge zu Managergagen aus Deutschland und der Schweiz aufgreifen. “Derzeit wird SPÖ-intern noch an Details gearbeitet”, so Schieder. Die deutsche Kanzlerin Merkel hatte am Mittwoch Maßlosigkeit bei Managergehältern beklagt und ist nun doch zu einem nationalen Alleingang für mehr Kontrolle durch die Aktionäre bereit. Merkel plädiert für eine Lösung, bei der künftig nicht mehr allein die Aufsichtsräte, sondern auch die Aktionäre in der Hauptversammlung die Spitzengehälter festlegen können. In diese Richtung haben sich auch die Schweizer in einer Volksabstimmung entschieden.

“Keinen Bonus ohne Malus”

Bei Bonuszahlungen für Topmanager sollte ein “Mehrjährigkeitsprinzip” eingeführt werden, forderte Schieder. Auch dürfte es “keinen Bonus ohne Malus geben”. Vorstellbar für den Finanzstaatssekretär wäre auch, dass die Aktionärsversammlung eine Maximaldifferenz zwischen Mindestgehalt im Unternehmen und Vorstandsbezügen festlegt. Schieder plädiert weiters dafür, die einzelnen Vorstandsgehälter von börsennotierten Unternehmen – wie das bereits im Bankenbereich passiert – verpflichtend offenzulegen. Dies sei derzeit schon im freiwilligen Österreichischen “Corporate Governance Kodex” festgelegt.

 

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