SPÖ warnt am 1. Mai vor Jugendarbeitslosigkeit

Die SPÖ hat am 1. Mai beim traditionellen Aufmarsch in Wien vor der steigenden Arbeitslosigkeit in Europa gewarnt - und dabei vor allem auf die Zahlen bei den Jugendlichen verwiesen. "Es kann nicht gerecht sein, wenn junge Leute nicht einmal die Chance bekommen, sich mit Arbeit zu beweisen und Geld zu verdienen", sagte Bundeskanzler Faymann in seiner Rede.


Das rote Mai-Event am Rathausplatz ist die größte Veranstaltung zum Tag der Arbeit. Auch heuer marschierten tausende Menschen aus den Bezirksorganisationen bzw. der Teil- und Vorfeldorganisationen im Sternmarsch zum Rathaus – bei rekordverdächtigen hochsommerlichen Temperaturen. Bei der Schlusskundgebung ergriffen neben Bundeskanzler Faymann auch Vizebürgermeisterin Brauner, ÖGB-Präsident Foglar sowie Bürgermeister Häupl das Wort.

Für die ÖVP ist der 1. Mai traditionell der Tag der Gegeninszenierung zum SP-Aufmarsch. So auch dieses Jahr: Nach einer zweistündigen “Arbeitssitzung” des schwarzen Regierungsteams in der Parteiakademie forderte VP-Obmann Spindelegger die steuerliche Förderung der Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmensgewinn. Konkrete Vorschläge sollen kommendes Jahr folgen.

Die FPÖ beging den 1. Mai in Linz, wo derzeit der Urfahraner Jahrmarkt stattfindet. Im Europabierstadl schwor Bundesparteichef Strache seine Anhänger gut eineinhalb Stunden lang auf die blaue Offensive “Direkte Demokratie sofort: Dem Volk sein Recht” ein. Strache stellte erneut den Führungsanspruch: “Ja, ich will ein Kanzler der Herzen für alle Österreicher sein.” Er strebt mittlerweile 33,4 Prozent und damit eine Verfassungssperrminorität an.

Die Grünen nahmen bei ihrer Veranstaltung in Linz die Schaffung von Zukunftsjobs ins Visier. Bundessprecherin Glawischnig forderte dabei je eine Öko- und eine Bildungsmilliarde. Der oberösterreichische Landessprecher Umweltlandesrat Rudi Anschober verwies auf die “Erfolgsgeschichte” in Oberösterreich, wo zigtausende grüne Jobs geschaffen worden seien.

Das BZÖ forderte bei einer Pressekonferenz in Wien eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. Diese seien nicht mehr zeitgemäß, so Bündnisobmann Bucher. Die Geschäfte sollen von Montag bis Samstag zwischen sechs und 22 Uhr offen sein, also insgesamt 96 Stunden pro Woche. Zusätzlich soll es Ladenbesitzern frei stehen, an einem Sonntag im Monat zu öffnen. Ähnliches forderte das BZÖ bereits im Juni 2011.

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