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SPÖ-, ÖVP- und FPÖ-Politiker wollen Wiener Fiaker als "immaterielles Weltkulturerbe"

Politiker unterschiedlicher Parteien haben sich für den Erhalt der Wiener Fiaker ausgesprochen und zusammengeschlossen.
Politiker unterschiedlicher Parteien haben sich für den Erhalt der Wiener Fiaker ausgesprochen und zusammengeschlossen. ©AP (Sujet)
Ein seltenes Bild: Politiker der Parteien SPÖ, ÖVP und FPÖ setzen sich gemeinsam für den Erhalt der Wiener Fiaker ein. Die neue Initiative "Pro Fiaker Kultur" sieht die Pferdekutschen als Kulturgut. Sie wünschen sich einen Schutz der Fiaker als "immaterielles Weltkulturerbe".
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Während Tierschützer einmal mehr für Hitzefrei ab 30 Grad demonstrieren, setzen sich Wiener Bezirkspolitiker für den Erhalt der Fiakerkultur ein. Sie sehen das Traditionsgewerbe bedroht. Man solle sich für sinnvolle Tierwohl-Maßnahmen einsetzen – dazu gehört Hitzefrei ab 30 Grad jedoch nicht. “Das ist als würde ich einen Eisbären im Winter ins Wohnzimmer holen”, kommentiert “Pro Fiaker Kultur”-Initiator Werner Kaizar die Forderung der Tierschützer.

Reaktionen auf die Wiener Initiative “Pro Fiaker Kultur”

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou beobachtet die jüngst präsentierte Initiative “mit großer Sorge”. Es werde behauptet, “dass die Pferde nicht unter der Hitze leiden würden, weil sie Steppentiere seien. Sie leiden sehr wohl”, so die Grünen-Politikerin via Aussendung. Da die Tiere in der Innenstadt tätig sind, sei es ihnen unmöglich – wie in ihrer natürlich Umgebung, der Steppe – kühlere Standorte aufzusuchen. Auch gebe es in der Steppe keinen Asphalt und Häuser, die Hitze abstrahlen, so Vassilakou. “In den vergangenen Tagen haben sich viele Wiener bei uns gemeldet, die uns auf zahlreiche Verstöße gegen das Wiener Fiakergesetz aufmerksam gemacht haben. Daher sehe ich mich dazu gezwungen, die MA 65 mit scharfen Kontrollen zu beauftragen”, heißt es in der Aussendung weiter. Zwischen 11 und 22 Uhr werde am Mittwoch der Zustand der Tiere und das Einhalten der erlaubten Fahrtzeiten kontrolliert.

Liste Pilz für den Erhalt der Fiaker

Die Liste Pilz spricht sich für den Erhalt der Wiener Fiaker aus. “Die Fiaker gehören nach wie vor zu Österreich – so wie das Riesenrad und die Mozartkugel”, so Liste Pilz Gesundheitssprecherin Daniela Holzinger. Allerdings seien Reformen nötig, um die Tierwohl-Mindesterfordernisse sicherzustellen. So hätten etwa die Fiaker nichts im Berufsverkehr zu suchen und auch auf die Temperaturen sei beim Einsatz der Pferde zu achten.

Hitzefrei für Fiaker-Pferde

Nach fast 2 Wochen jenseits der 30 Grad wurde heute Nachmittag in der Inneren Stadt offiziell die 35°-Grenze erreicht. Wiens Fiaker haben ihren Dienst abgebrochen und haben die Standplätze verlassen. Doch nicht alle hielten sich an das Gesetz. Beim Fiaker-Standplatz Heldentor weigerte sich ein Fiaker hartnäckig, seine Pferde endlich heimzuschicken. Der Kutscher wurde aufgeschrieben und wird eine Anzeige kassieren.

Huf-Schäden verursachen hohe Kosten

Innenstadt-Bezirksvorsteher Markus Figl beklagte am Mittwoch die hohen Kosten, die durch Straßenschäden auf den Fiakerrouten entstünden. Diese beliefen sich auf jährlich 750.000 Euro. Nach derzeitigem Kostenschlüssel könne der Bezirk seinen Anteil nicht aus den vorhandenen Budgetmitteln stemmen. Der ÖVP-Politiker fordert mehr Unterstützung durch die Stadt bzw. Änderungen bei der Kompetenzaufteilung. Die Schäden würden außerdem geringer ausfallen, wenn nur noch Kunststoff- oder Gummihufbeschläge zum Einsatz kämen. Die Stadt testet derzeit diverse Beschläge in einer Pilotstudie.

(Red.)

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