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Spitalsärzte: Trotz neuem Gesetz regulärer Betrieb im Wiener AKH

Längere Wartezeiten für Patienten möglich.
Längere Wartezeiten für Patienten möglich. ©APA
Mit dem Jahreswechsel trat nun auch das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte in Kraft, das eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit von 60 auf 48 Stunden vorsieht. Während sich der Großteil der Wiener Spitäler auf eine Übergangsregelung geeinigt hat, steht eine solche im AKH noch aus.
Neues Gesetz sorgt für Unruhe
Engpässe befürchtet

Trotzdem gebe es derzeit keine Probleme, wie eine Sprecherin des AKH betonte.

Auch wenn es vor allem am ersten Tag des neuen Jahres ein sehr hohes Patientenaufkommen gegeben habe, sei es im Vergleich zu Vorjahren nicht zu längeren Wartezeiten gekommen. Der Betrieb laufe derzeit regulär. Ob das neue Gesetz Auswirkungen zeige, werde man erst im Laufe des Jänners sehen.

AKH: “Reduzierte Ressourcen”

Anders sieht die Lage aus, fragt man Martin Andreas, Betriebsrat des AKH: “Man merkt schon, dass reduzierte Ressourcen vorhanden sind”, meinte er. Vor allem in den Ambulanzen rechne man durchaus mit längeren Wartezeiten für Patienten, wie auch Aushänge zeigen würden, die Patienten auf mögliche längere Wartezeiten hinweisen. Noch befinde man sich aber ohnehin nicht im Normalbetrieb, auch Andreas möchte erst nach den Feier- und Fenstertagen des neuen Jahres ein endgültiges Fazit ziehen.

Bis dahin wird jedenfalls weiterverhandelt: Am Tisch sitzen die Spitalsärzte sowie das Rektorat der für die AKH-Mediziner zuständigen MedUni Wien. Kurz vor Silvester scheiterte die bisher letzte Verhandlungsrunde. Kommt es zu keiner Einigung, befürchtet der Betriebsrat Kapazitätsprobleme und kann sich auch weitere Protestmaßnahmen vorstellen.

Neues Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte

Seit 1. Jänner 2015 ist das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte in Kraft, das eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit von 60 auf 48 Stunden (in einem Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen, Anm.) vorsieht. Weil damit Nachtdienste und Überstunden wegfallen, werden von den Medizinern Gehaltseinbußen befürchtet. Sie fordern deshalb eine Aufstockung der Grundgehälter um 30 Prozent.

(APA)

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