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Spitäler: Zwei Drittel der Beatmungsgeräte belegt

In Tirol stehen noch die meisten Beatmungsgeräte zur Verfügung.
In Tirol stehen noch die meisten Beatmungsgeräte zur Verfügung. ©APA/AFP
In Österreich sind nur noch etwa ein Drittel der Beatmungsgeräte in Spitälern frei. Die Kapazitäten schwanken allerdings nach Bundesländern, in Wien sind es etwa nur 20 Prozent, in Niederösterreich sogar unter zehn.
Intensiv-Fälle können Spitäler überlasten

Die Warnung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), wonach schon in rund zwei Wochen Engpässe in den Spitälern auftreten könnten, lässt sich auch mit Zahlen belegen. Laut Daten des Gesundheitsministeriums sind derzeit nur noch etwas mehr als ein Drittel der Beatmungsgeräte für Corona-Patienten frei, bei den Intensivbetten in den Spitälern ist es noch genau die Hälfte. Die Kapazitäten sind allerdings regional sehr unterschiedlich.

908 Beatmungsgeräte noch frei

Insgesamt stehen demnach in Österreich derzeit 2.584 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Frei für Corona-Patienten sind allerdings nur noch 908 oder 35 Prozent (Werte stammen vom vergangenen Freitag, 27.3.). Die anderen Geräte sind vor allem für Patienten mit anderen Erkrankungen im Einsatz. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Kapazitäten regional sehr unterschiedlich verteilt sind. So sind etwa in Niederösterreich nur noch 50 von insgesamt 550 Geräten (9 Prozent) frei. Vergleichsweise gering sind die freien Kapazitäten auch in der Steiermark (16 Prozent) und in Wien (19 Prozent). Das am stärksten von der Krise betroffene Bundesland Tirol hat noch 126 von 215 Geräten frei (59 Prozent). Am entspanntesten ist die Lage in Oberösterreich (70 Prozent) und in Salzburg (82 Prozent).

Schematische Darstellu
©APA

Kurz wollte beim deutschen Medizintechnikhersteller Dräger 1.000 Beatmungsgeräte bestellen, wie Vorstandschef Stefan Dräger zuletzt in einem "Spiegel"-Interview erklärte. Er könne jedoch nur 50 bekommen.

Hälfte der Intensivbetten in Österreich belegt

Von den Intensivbetten in Österreichs Spitälern ist noch genau die Hälfte (1.071 von insgesamt 2.159) für Corona-Patienten frei. Hier reicht die Spannweite von 20 Prozent im Burgenland und 29 Prozent in Kärnten bis 62 Prozent in Salzburg. Derzeit (Stand heute, 30.3., 9.30 Uhr) befinden sich in Österreich 999 Corona-Patienten in Spitalsbehandlung und 193 auf Intensivstationen.

Nach Berechnungen von Wissenschaftern u.a. der Gesundheit Österreich Gmbh, der Med Uni Wien und der Technischen Universität Wien könnte die Zahl der Corona-Patienten in Spitalsbehandlung bis 7. April auf 1.285 Personen ansteigen, jener auf Intensivstationen auf 256. Dies unter der Annahme, dass sich der derzeitige Trend fortsetzt und sich die Kurve wie in den letzten Tagen weiter abflacht. Eine Prognose für die Beatmungsgeräte gibt es nicht.

43 Prozent der Beatmungsgeräte frei

Das Gesundheitsministerium hat am Montagnachmittag die aktuellen Zahlen bezüglich der in Spitälern zur Verfügung stehenden Beatmungsgeräte bekannt gegeben. Demnach sind nun 43 Prozent aller Beatmungsgeräte frei für Corona-Patienten, mit Stand vom vergangenen Freitag hatte das Ressort noch 35 Prozent ausgewiesen.

Nach den aktuellen Zahlen stehen nun in Österreich 2.723 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Frei für Corona-Patienten sind davon 1.177 oder 43 Prozent. Nach wie vor sind die Kapazitäten regional sehr unterschiedlich verteilt. Die meisten freien Geräte gibt es in dem am stärksten von der Krise betroffenen Bundesland Tirol, wo 286 von 388 Geräten oder 74 Prozent noch frei sind, gefolgt von Salzburg mit 70 Prozent.

Irrtümlich 100 Geräte übersehen

In der Steiermark gibt es hingegen nur 70 von 437 oder 16 Prozent freie Kapazitäten und in Wien 68 von 367 Geräten oder 19 Prozent. In Niederösterreich, das in den Zahlen vom Freitag nur 9 Prozent ausgewiesen hatte, sind nur 143 von 550 Geräten oder 26 Prozent frei. Die niederösterreichischen Landeskliniken machen außerdem darauf aufmerksam, dass in den ursprünglich vom Freitag genannten Zahlen irrtümlich um 100 freie Geräte zu wenig angegeben waren.

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(APA/red)

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