Sozialplan für gekündigte Bäumler-Mitarbeiter

Vor einem Monat kam für den Großteil der rund 280 Mitarbeiter des Herrenbekleidungsherstellers Bäumler GmbH & Co. in Hohenems das Aus.

Als Folge der von der deutschen Firmenzentrale (Ingolstadt/Bayern) beschlossenen Verlegung der Produktion von Sakkos, Anzügen und Hosen nach Ungarn und Rumänien verloren 195 Mitarbeiter – überwiegend angelernte Frauen – ihren Job. In Hohenems verbleiben Lager, Versand, Vertrieb und ein Outlet-Shop. Den Betroffenen wurde am Freitag Nachmittag ein Sozialplan präsentiert.

Das Unternehmen wird laut Geschäftsführer Josef Auer für die 195 Gekündigten 230.000 Euro bereitstellen. Das hat die Firmenleitung in einer gemeinsamen Erklärung mit Betriebsrat und Gewerkschaft bekannt gegeben. Mit dieser Summe soll ein Härtefonds für besonders stark betroffene Mitarbeiter eingerichtet werden, auch Werkswohnungen sollen gesichert werden. Die gesetzlichen Ansprüche der vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Bäumler-Beschäftigten seien davon unberührt, betonte ein Vertreter der Arbeiterkammer.

„Trotz der schwierigen und angespannten finanziellen Lage“ bekunde das Unternehmen damit die „soziale Verantwortung, die wir gegenüber unseren treuen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern empfinden“, betonte Bäumler Geschäftsführer Auer. ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker, zugleich auch Landesvorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil, erklärte zur Einigung: „Die Verhandlungen waren hart, aber fair. Wir hätten uns natürlich mehr gewünscht. Der vereinbarte Kompromiss aber bietet den Betroffenen eine zusätzliche Überbrückungshilfe und etwas mehr Sicherheit.“ Und für ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela Auer ist „wichtig, dass MitarbeiterInnen und Mitarbeiter in eine Arbeitsstiftung eintreten können. Das kann ihnen neue berufliche Perspektiven und letztendlich einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben eröffnen.“

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