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Sommerschule startet: Das fordert nun die SPÖ

Die SPÖ will ganzjährig gratis Nachhilfe und eine Sommerschule mit Nachprüfungs-Fokus.
Die SPÖ will ganzjährig gratis Nachhilfe und eine Sommerschule mit Nachprüfungs-Fokus. ©APA/EVA MANHART
Am Montag startet in Wien, NÖ und dem Burgenland die Sommerschule. Die SPÖ stellt aufgrund der sinkenden Anmeldezahlen einige Forderungen.
Vorbereitung auf Nachprüfungen
Weniger Anmeldungen für Sommerschule

Den Start der Sommerschule nimmt die SPÖ zum Anlass, Forderungen zu stellen: Nicht nur wünscht sie sich einen Fokus der Sommerschule auf Schülerinnen und Schüler mir Nachprüfungen, sondern auch ganzjährig gratis Nachhilfe für alle.

Es sei Zeit, dass Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) "seiner Verantwortung nachkommt und diese nicht länger auf die Familien, die von der Teuerung betroffen sind, abwälzt", appellierte SPÖ-Bildungssprecherin Petra Tanzler.

Sommerschule soll Fokus auf Nachprüfungen legen

Die in den letzten beiden Sommerferienwochen stattfindende Sommerschule beginnt morgen, Montag, in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Heuer haben sich rund 33.000 Kinder und Jugendliche angemeldet, in den vergangenen beiden Jahren waren es rund 39.000. Dass die Anmeldezahlen für die Sommerschule sinken, während die Ausgaben für private Nachhilfe steigen, ist den Sozialdemokraten ein Dorn im Auge. Sie fordern eine Evaluierung.

Die Partei will ein Modell, in dem Kinder trotz Nachprüfung einen Teil der Ferien unbeschwert verbringen können. In der letzten Schulwoche sollen Lehrerinnen und Lehrer in Förderstunden helfen, den Lernstoff einzuteilen und einen Zeitplan für das Lernen zu erstellen. Schließlich soll die Sommerschule erweitert und um ein explizites Angebot für Schüler mit Nachprüfung ausgebaut werden - denn derzeit ist die Sommerschule nicht explizit auf die Vorbereitung zur Nachprüfung angelegt. Der Fokus liegt auf projektorientiertem Unterricht, der sich vom Schulalltag abheben soll. Jedem Schüler müsse ein individuelles Lernangebot im jeweiligen Fach gemacht werden, das in den zwei Wochen vor der Nachprüfung stattfindet. Die zum Einsatz kommenden Lehrer sollen wie schon jetzt entweder 50 Euro pro Unterrichtsstunde oder Anspruch auf Zeitausgleich bekommen.

Gratis Nachhilfe für alle Schüler das ganze Jahr gefordert

Außerdem soll Nachhilfe das ganze Jahr über für alle Schülerinnen und Schüler kostenlos sein, lautet das mittelfristige Ziel der SPÖ. Im Schuljahr 2022/2023 hätten Eltern insgesamt 121,6 Millionen Euro für private Nachhilfe ausgegeben - ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 167.000 und damit 17 Prozent der Schüler haben im Schuljahr oder im Sommer davor bezahlte Nachhilfe in Anspruch genommen.

Vorbilder für Maßnahmen finde man in Wien, dem Burgenland oder Traiskirchen, wo Parteichef Andreas Babler Bürgermeister ist. "Es kann nicht sein, dass hier die Länder und Gemeinden die Arbeit des Bildungsministers machen", kritisierte Tanzler.

(APA/Red)

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