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So lange dauern die Coronavirus-Beschränkungen in Europa

Die Coronavirus-Maßnahmen in Europa im Überblick.
Die Coronavirus-Maßnahmen in Europa im Überblick. ©APA
In Europa wird zunehmend über einen möglichen Ausweg aus den Coronavirus-Beschränkungen diskutiert. Wie lange gelten die Regelungen vorerst in den europäischen Ländern?

Mancherorts wurden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus bereits verlängert. Ein Überblick.

Coronavirus-Maßnahmen in Österreich

Die ÖSTERREICHISCHEN Maßnahmen sind zunächst bis Ostermontag, 13. April, befristet. Jüngste Aussagen von Regierung und Experten lassen aber auf eine zumindest teilweise Verlängerung schließen.

Coronavirus-Lockdown in Italien, Spanien und Frankreich

Im schwer getroffenen ITALIEN gelten die Sperren, die bereits am 10. März in Kraft traten, zunächst einmal bis zum kommenden Freitag, 3. April. Es wird aber erwartet, dass der Lockdown verlängert wird. Wann das allerdings geschieht, ist unklar.

Der SPANISCHE Lockdown sollte ab 15. März zunächst zwei Wochen lang gelten. Vergangene Woche wurde er aber um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Das wäre der Karsamstag.

FRANKREICHS Lockdown gilt seit 12 Tagen - zunächst war er für 15 Tage avisiert worden. Am Freitag kündigte Premier Edouard Philippe eine Verlängerung um mindestens 15 weitere Tage an, also bis zum 15. April, das wäre nach Ostern. In dem Land dürfen die Bürger nur mehr für wenige Ausnahmen aus der Wohnung oder Haus. Diese Woche wurden die Bedingungen teils noch einmal verschärft.

Die Coronavirus-Maßnahmen in Europa im Überblick

In GROSSBRITANNIEN traten vergleichsweise spät - am 23. März - Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Sie sollen mindestens für drei Wochen gelten, also bis zum 13. April, dem Ostermontag. Dann will die Regierung die Lage neu bewerten.

Bund und Länder in DEUTSCHLAND haben ebenfalls am 23. März Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten - ausgenommen sind Angehörige, die im gleichen Haushalt leben. Geschäfte, Restaurants, Schulen und Universitäten mussten schließen. Die Einschränkungen bleiben laut Kanzleramtschef Helge Braun mindestens bis zum 20. April bestehen.

In der SCHWEIZ gilt bisher der 19. April als letzter Tag der Beschränkungen.

Ausgangsbeschränkungen gibt es in den NIEDERLANDEN seit knapp zwei Wochen - sie wurden am 23. März noch einmal deutlich verschärft. Die Maßnahmen gelten vorläufig bis zum 6. April, das Veranstaltungs-Verbot sogar bis zum 1. Juni. Über eine mögliche Verlängerung will das Kabinett am kommenden Dienstag (31. März) entscheiden.

In BELGIEN wurden die am 18. März verhängten Ausgangsbeschränkungen bereits am Freitagabend verlängert: Sie sollen nun mindestens bis 19. April gelten. Ursprünglich waren sie bis 5. April angekündigt worden.

In TSCHECHIEN gelten die Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung zunächst bis zum 1. April - Regierungschef Andrej Babis rechnet aber mit einer Verlängerung bis über Ostern hinaus. Der Ausnahmezustand ist davon unabhängig bis zum 11. April ausgerufen, soll aber nach dem Willen des Ministerpräsidenten um 30 Tage verlängert werden. Darüber entscheidet das Parlament.

BULGARIEN hat am 13. März einen einmonatigen Ausnahmezustand verhängt - auch er könnte verlängert werden. Denn der Krisenstab in Sofia geht jetzt von einem Höhepunkt der Covid-19-Erkrankungen um das orthodoxe Osterfest herum am 19. April aus. Ausgangsbeschränkungen wie in anderen Ländern gibt es noch keine.

In POLEN müssen die Menschen bis zum 11. April nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Die SLOWAKEI hat noch keine allgemeinen Ausgangsbeschränkungen erlassen, in der Öffentlichkeit muss aber ein Mundschutz getragen werden.

Ein Lockdown ist in UNGARN erst seit diesem Samstag in Kraft. Er gilt zunächst bis zum 11. April. Dann kann er verlängert werden.

In DÄNEMARK und NORWEGEN gelten die Grenzschließungen und weiteren Maßnahmen bis einschließlich Ostern, also bis zum 13. April. In Finnland sind die Grenzen der Region Uusimaa rund um die Hauptstadt Helsinki bis zum 19. April geschlossen, landesweit geltende Maßnahmen haben verschiedene Ablaufdaten in den kommenden Wochen.

Ein Blick über Europas Grenzen zeigt ähnliches: US-weit gilt noch bis Montag eine Richtlinie der Regierung, die etwa vorsieht, dass Ansammlungen mit mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. In den mehreren Bundesstaaten wurden allerdings auch Ausgangsbeschränkungen verhängt. So wurde die Bevölkerung in Kalifornien bereits vor mehr als einer Woche aufgerufen, zu Hause zu bleiben - dies gilt bis auf weiteres. Der Bundesstaat New York hat alle "nicht lebenswichtigen" Geschäfte und Dienstleistungen seit dem 22. März bis auf weiteres geschlossen. Die Bürger sind angehalten, weitestgehend zu Hause zu bleiben. In der Hauptstadt Washington gelten ähnliche Maßnahmen zunächst bis zum 24. April.

(APA/Red)

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