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Smartphone-Tastatur für Blinde von Wiener Forschern entwickelt

Mit Braille-Tastatur vertraute Nutzer kommen mit "Oskar" rasch auf rund 20 Wörter pro Minute.
Mit Braille-Tastatur vertraute Nutzer kommen mit "Oskar" rasch auf rund 20 Wörter pro Minute. ©pixabay.com (Sujet)
Forscher von der TU Wien haben eine Tastatur entwickelt, mit der auch Blinde und sehbehinderte Menschen am Smartphone tippen können.

Eine neue Tastatur, die es auch Blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, am Smartphone zu tippen, haben Forscher von der Technischen Universität (TU) Wien entwickelt. Mit der Vorrichtung, die auf der Rückseite des Handys befestigt werden kann, schaffen geübte Braille-Tipper rund 20 Wörter pro Minute, hieß es am Montag in einer Aussendung der TU.

Wiener Forscher entwickeln neue Tastatur: System mit acht Tasten

Das Braille-Keyboard namens "Oskar" folgt einem System mit acht Tasten, auf das auch herkömmliche Spezialtastaturen für sehbehinderte Menschen setzen. "Ähnlich wie man am Klavier mit mehreren Fingern gleichzeitig einen Akkord spielt, produziert man auf dieser Tastatur einen Buchstaben, indem man die entsprechenden Tasten gleichzeitig drückt", so Johannes Strelka-Petz, der die Tastatur am TU Wien Forschungsbereich Multidisciplinary Design & User Research im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelt hat.

Für die Anwendung am Smartphone wurde die Tastatur gedreht. Angebracht wird sie auf der Rückseite des Geräts, mit dem das Keyboard über eine Bluetooth-Verbindung kommuniziert. "Man bedient das Smartphone also von hinten, die Handhaltung ist daher anders als bei einer gewöhnlichen Tastatur, aber die Tasten sind so angeordnet, dass dieselben Finger trotzdem noch für dieselben Punkt-Positionen zuständig sind", erklärte der Forscher. Das mache die Umstellung auf "Oskar" relativ einfach: Bereits nach wenigen Minuten würden mit der Braille-Tastatur vertraute Nutzer auf eine Schreibgeschwindigkeit von etwa 20 Wörtern pro Minute kommen.

Projekt mit Wissenschaftspreis ausgezeichnet

Kürzlich wurde das Projekt mit dem "Wissenschaftspreis Inklusion durch Naturwissenschaften und Technik" (WINTEC) des Sozialministeriums ausgezeichnet. Die Pläne zu der Technologie und dessen Programmierung sind online frei zugänglich.

(APA/Red)

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