Sitzungen im Parlament ab 2023 wieder möglich

Bereits ab dem kommenden Jahr sollen wieder Sitzungen im Parlament agehalten werden.
Bereits ab dem kommenden Jahr sollen wieder Sitzungen im Parlament agehalten werden. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Die Umbauarbeiten im Parlament gehen in die Endphase. Bereits im Herbst soll der Umbau abgeschlossen sein, ab 2023 sollen dann wieder Sitzungen im Parlament abgehalten werden.

Die Generalsanierung des Parlamentsgebäudes soll im Herbst 2022 abgeschlossen sein. Der Fertigstellungsgrad liege bei 97 Prozent, hieß es bei einem Medientermin am Mittwoch.

Sitzungsbetrieb in Parlament soll ab 2023 wieder aufgenommen werden

Die Außenfassaden- und Dachsanierung sind abgeschlossen, die letzten Schritte sind nun die Feinjustierung der Technik und Sicherheitstests. Im Oktober will die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) das Gebäude der Parlamentsdirektion übergeben, sodass der Sitzungsbetrieb 2023 wieder aufgenommen werden kann.

Pandemie verzögert Fertigstellung der Umbauarbeiten im Parlament

Die im Herbst 2017 begonnene Sanierung des Parlamentsgebäudes hätte eigentlich schon vor über einem Jahr abgeschlossen sein sollen. Auch bedingt durch die Pandemie haben sich die Arbeiten immer wieder verzögert. Bisher wurden laut BIG auf dem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück 55.000 Quadratmeter Geschoßflächen, 740 Fenster und rund 600 historische Türen saniert. Die insgesamt 1.600 Räume im Parlamentsgebäude beinhalten jetzt auch ein 900 Quadratmeter großes Besucherzentrum im Erdgeschoß und eine 800 Quadratmeter große Gastronomiefläche, die für Besucher ebenfalls zugänglich sein wird. Restauriert und neu vergoldet wurde der Pallas-Athene Brunnen.

Durch den Umbau sei die Nutzfläche im Parlamentsgebäude um 10.000 Quadratmeter gestiegen, zugleich aber die Verbindungswege zwischen den Räumlichkeiten der einzelnen Fraktionen kürzer geworden. Rund 500 Arbeiter und Arbeiterinnen sind derzeit im Einsatz.

Angelobung des neuen Bundespräsidenten soll im Jänner 2023 im Parlament stattfinden

Zu Höchstzeiten wurden für den Umbau bis zu neun Millionen Euro monatlich umgesetzt, die BIG gehe davon aus, dass der Gesamtkostenrahmen eingehalten werden könne. Im November 2020 wurde eine nachträgliche Kostenüberschreitung um 20 Prozent beschlossen, da abzusehen war, dass die gesetzlich festgelegten 352,2 Mio. Euro nicht ausreichen werden.

Zuletzt musste ein für den Nationalfeiertag geplanter Festakt wegen Akustikproblemen abgesagt werden. Diese sollen bis Herbst behoben werden, damit die Angelobung des neuen Bundespräsidenten am 26. Jänner im frisch sanierten Parlamentsgebäude stattfinden kann.

(APA/Red)

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