Sisi-Hotel in Vereinigten Arabischen Emiraten

The World - Dubai City
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Ein ovaler Sandhaufen mitten im Meer - das ist bisher das einzig sichtbare Zeichen von einem ehrgeizigen österreichischen Projekt in Dubai. Umgeben von exotischem Flair soll auf einem aufgeschütteten Eiland vier Kilometer vor der Küste ein prunkvolles Hotel im Zeichen der Kaiserin Sisi entstehen.

Die Anlage ist Teil des riesigen Baukonzepts „The World“, in dessen Rahmen mit 300 künstlichen Inseln auf 931 Hektar gleichsam die Erde neu erschaffen wird.

Jedes Eiland repräsentiert ein Land oder eine Region. Neben Österreich werden dementsprechend auch Frankreich, Argentinien, Florida und der Mount Everest auf der „Landkarte“ im Meer eine neue Heimat finden. 20 Minuten soll die Schiffsreise vom Festland bis in die „neue Alpenrepublik“ dauern. Durch ein Wasserstraßen-Netz kann ab 2010 der gesamte Mini-Globus von Venedig über Amerika bis nach Tokio in nur 24 Stunden bereist werden.

350 Tage Kaiserwetter, traumhafte Sandstrände und eine üppige Vegetation „wie Sisi sie geliebt hat“, versprechen Inselbesitzer Josef Kleindienst und sein Team. Bekannt geworden ist der 43-jährige Familienvater und ehemalige freiheitliche Polizeigewerkschafter 2000 als „Aufdecker“ der so genannten Spitzelaffäre und Autor.

Wie genau das Hotel „Empress Sissi“ aussehen soll, steht allerdings noch nicht fest. „Unser Ziel ist es, eine Brücke zu schlagen, zwischen dem Österreich zu Lebzeiten der Kaiserin und dem modernen, pulsierenden und aufstrebenden Dubai des 21. Jahrhunderts“, erklärte Kleindienst der APA. Architektur, Einrichtung und der Außenbereich sowie die Freizeitangebote sollen diese Verbindung zwischen klassisch und zeitgenössisch widerspiegeln.

„Man wird sicher versuchen, gewisse Dinge zu verwirklichen, für die Österreich berühmt ist“, sagte ein Mitarbeiter Kleindiensts der APA. Im Gespräch sei unter anderem eine Hafenzufahrt, die dem Donau-Verlauf ähnlich sei. Ein zweites Schloss Schönbrunn könne man auf Grund der Größe der Insel (rund 20.000 Quadratmeter) freilich nicht nachbauen. Historischen Details aus der Kaiserzeit soll die Luxusherberge gerecht werden. Dabei könnten zum Beispiel Hotelmitarbeiter in traditionellen Uniformen für Palaststimmung in Arabien sorgen.

Dubai und Österreich hätten viel gemeinsam: hohen Lebensstandard, ausgezeichnete Schulbildung und eine niedrige Kriminalitätsrate, sagte Kleindienst, der seit 2003 am Persischen Golf lebt. Es gebe jedoch Dinge, die beiden Ländern fehlen: Die Alpenrepublik habe kein Meer und keinen Strand. Das arabische Emirat wiederum vermisse die „charmante Gemütlichkeit und Gastlichkeit“ der österreichischen Lebensart.

Bis 2010 soll das Sissi-Hotel unter der südlichen Sonne fertig gestellt werden. Bevor mit dem Bau des fünf Sterne-Domizils mit rund 200 Zimmern und bis zu drei Stockwerken begonnen werden kann, muss die Insel jedoch aufgeschüttet werden. Rund 90 Prozent der Arbeiten sind abgeschlossen, von der Österreich-Form ist bisher allerdings noch nichts sichtbar. Erst nach Abschluss der Inselbildung wird das ovale Eiland entsprechend „geshapt“, so die Planer. Ende 2007 soll mit dem Hotelbau begonnen werden.

Die Inseln aus Sand, Geröll und Felsen werden durch einen Ring aus massiven Steinen vor Erosion geschützt. Neben kommerzieller Nutzung für Versorgung und Shopping werden die Landflächen der „Welt“ für die Errichtung von Feriendestinationen genutzt. In diese Kategorie fallen neben “Österreich“ auch die Nachbarinseln Venedig, Niederlande oder Polen. Der Rest der künstlichen Atolle wird an Privatpersonen vergeben.

Das endgültige Erscheinungsbild des „Sissi-Hotels“ sowie der Insel “Österreich“ werden in einem Ideenwettbewerb erarbeitet. Bis 31. Oktober können unter http://www.empress-sissi.com/content_21-de.html Vorschläge abgegeben werden.

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